Modekette
Sinn-Leffers treibt Sanierung voran

Die finanziell angeschlagene Modekette Sinn-Leffers ist auf dem Weg zur Sanierung einen Schritt weiter gekommen.

HB DÜSSELDORF. Für die Herbst-/Wintersaison seien Waren im Wert von 55 Mill. Euro gekauft und damit die Voraussetzung für einen Weiterbetrieb der Filialen geschaffen worden, teilte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg am Montag mit. Mit den Lieferanten seien gebräuchliche Zahlungsziele vereinbart worden. "Wir freuen uns über das Vertrauen, dass uns die Dienstleister im momentanen Sanierungsprozess entgegen bringen", betonte Piepenburg.

Nun werde ein neues Filialkonzept erarbeitet, das Mitte Oktober vorgestellt werde. Anfang kommenden Monats soll zudem über Standortschließungen entschieden werden.

Das Management der ehemaligen Karstadt-Quelle-Tochter (heute Arcandor) hatte Anfang August beim Amtsgericht Hagen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzplanverfahren in Eigenregie beantragt. So soll das Unternehmen vor dem Aus und der Zerschlagung gerettet werden. Das Verfahren entspricht in etwa dem Vergleich nach altem Konkursrecht und wird vom Gericht nur dann genehmigt, wenn es gute Chancen auf eine Sanierung gibt. Piepenburg hatte die hohen Mieten als einen Grund für die finanzielle Schieflage der Modekette bezeichnet. SinnLeffers beschäftigt in seinen 47 Filialen rund 4000 Mitarbeiter. Die heutige Arcandor hatte sich vor drei Jahren im Zuge ihrer Sanierung von Sinn-Leffers wie auch von Hertie und Wehmeyer getrennt. Wehmeyer hatte Anfang Juli Insolvenz angemeldet, Hertie Ende Juli. Wehmeyer wird nach den Plänen von Insolvenzverwalter Frank Kebekus künftig noch mit knapp zwei Dritteln seiner Filialen und 510 Mitarbeitern am Markt bleiben. 16 der insgesamt 39 Filialen sollen geschlossen werden. Ursprünglich hatte Wehmeyer 1 000 Mitarbeiter beschäftigt.

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