Modekonzern
Gerry Weber dockt an Zalando an

Der Modekonzern Gerry Weber will seinen Umsatz kräftig ankurbeln und setzt in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit großen Onlinehändlern. Dazu gehört auch der Berliner Fashion-Gigant Zalando.
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Halle/ WestfalenDer expansionsfreudige Modehersteller Gerry Weber wird einem Magazinbericht zufolge künftig auch über Zalando seine Mode an die Frau bringen. Ab September werde der Damenmode-Hersteller mit dem Berliner Internet-Versandhändler zusammenarbeiten, berichtet das „Manager Magazin“ am Donnerstag unter Berufung auf Ralf Weber, Vorstandsmitglied und Sohn von Konzernchef Gerhard Weber. Darüber hinaus verhandle das Management auch mit den Online-Anbietern Ebay und Amazon. Von Gerry Weber war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Gerry Weber hatte in den vergangenen Jahren den Ausbau seiner gewinnträchtigen, in Eigenregie betriebenen Geschäfte vorangetrieben und sich so trotz Konjunkturflauten behauptet. Neben weltweit mehr als 815 Gerry-Weber-Häusern und Geschäften vertreibt der Konzern seine Mode aber auch seit längerem über das Internet.

Nicht die einzige Nachricht, die der Konzern heute verkündete. Denn auch in der Management-Struktur wird es Veränderungen geben. So soll Gerry Weber künftig von einem Trio geführt werden. Gerhard Weber will den Vorstandsvorsitz im Oktober kommenden Jahres abgeben. Einen neuen Vorstandschef werde es danach nicht geben. Geplant sei vielmehr ein gleichberechtigtes Trio. Einer der drei Vorstände könne dann „eine Art Sprecher sein“, sagte Weber dem „Manager-Magazin“. Ob sein Sohn Ralf diese Rolle übernehmen wird, ließ der Manager offen.

Ralf Weber war zusammen mit Arnd Buchardt zum 1. August dieses Jahres in den Vorstand bestellt worden. Weber verantwortet seitdem den Bereich Retail und Unternehmensentwicklung. Buchardt ist für den Großhandel und das Marketing zuständig ist. Zum Gremium gehört zudem Produktions- und Logistikvorstand David Frink.

Der Firmenpatriarch plant laut eigener Aussage nach seinem Rückzug von der Firmenspitze den Wechsel in den Aufsichtsrat. Die Leitung des Kontrollgremiums werde er aber nicht übernehmen. „Diese ganzen Formalien wie die Leitung von Hauptversammlungen sind nicht mein Ding“, sagte er.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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