Modekonzern
Gerry Weber regelt Nachfolge

Der 71-jährige Firmengründer des Modekonzerns Gerry Weber hat den Vorstand der Firma um seinen Sohn erweitert. Allerdings stehe noch nicht fest, ob dieser auch der neue Chef werde. Jeder müsse sich erst mal bewähren.
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DüsseldorfNach Jahrzehnten an der Unternehmensspitze hat der 71-jährige Firmengründer des Modekonzerns Gerry Weber seine Nachfolge geregelt. Gerhard Weber kündigte am Mittwoch in Düsseldorf an, die dreiköpfige Vorstandsriege werde im August um seinen Sohn Ralf erweitert. Er werde für den stark expandierenden Einzelhandelsbereich und die Unternehmensentwicklung zuständig sein.

Feststehe aber noch nicht, ob er tatsächlich 2014 den Vorstandsvorsitz übernehmen werde, beteuerte Gerhard Weber. „Es muss sich jeder erst einmal bewähren, das gilt auch für meinen Sohn.“

Im Dezember hatte Weber, der seit beinahe 40 Jahren an der Spitze des Unternehmens steht, seinen Vertrag bis Oktober 2014 verlängert.

Der Hersteller von Damenoberbekleidung bewegt sich derweil auf Rekordkurs und lässt auch seine Aktionäre daran teilhaben. Sie sollen für das Bilanzjahr 2011/12 eine um zehn Cent auf 75 Cent angehobene Dividende erhalten. Gerry Weber hatte im Vorjahr bei einem Umsatzplus von 14,2 Prozent auf 802,3 Millionen Euro operativ 115,9 Millionen Euro verdient - das war ein Anstieg um 16,4 Prozent. Netto legte das Ergebnis um 17,6 Prozent auf 78,8 Millionen Euro zu.

Rekordkurs soll fortgesetzt werden

Nach Bestmarken im vergangenen Jahr macht der umtriebige Konzernlenker allerdings nicht Halt. Er bekräftigte, das internationale Geschäft weiter ausbauen und auch in dem seit November laufenden Geschäftsjahr 2012/13 Umsatz und Gewinn zu steigern. Weber nimmt vor allem die Schweiz, Niederlande und Länder Osteuropas ins Visier. "Insgesamt wollen wir auch in diesem Jahr wieder 65 bis 75 neue eigenen Verkaufsflächen eröffnen", kündigte er an. Der Konzern betreibt inzwischen in Eigenregie weltweit 490 (Vorjahr: 235) „Houses of Gerry Weber.“

Für 2012/13 bekräftigte der Vorstand seine Jahresziele: Demnach soll der Umsatz auf 890 bis 900 Millionen Euro steigen, das Ebit auf 131 bis 135 Millionen Euro. 2014/15 soll dann die Milliarden-Umsatzgrenze geknackt werden.

Die Anleger ließen sich von den Nachrichten allerdings nicht beeindrucken. Die im MDax geführte Aktie notierte leicht im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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