Modell könnte bundesweit Nachahmer fnden: Post liefert Frühstücksbrötchen

Modell könnte bundesweit Nachahmer fnden
Post liefert Frühstücksbrötchen

Frühstücksbrötchen von der Deutschen Post - im Großraum Berlin ist dies bereits Realität. Zwischen zwei und sieben Uhr morgens beliefert die Pakettochter DHL zwischen Velten, Berlin, Potsdam und Bad Freienwalde Backshops und Großabnehmer wie beispielsweise die Berliner Universitätsklinik Charité mit Brötchen, Broten, Blechkuchen und Torten. Kunde der DHL ist die Backstube Hennig GmbH, eine Großbäckerei aus dem brandenburgischen Hennickendorf.

agr BERLIN. Mit der Partnerschaft erschließe DHL ansonsten in der Nacht nicht genutzte Transportkapazitäten, begründete Post-Vorstandsmitglied Peter Kruse den Brötchendienst vor Journalisten in Berlin. Kruse ist im Vorstand der Deutschen Post zuständig für die Paket- und Logistiktochter DHL in Europa. Mit dem Brötchendienst reduziere die DHL Niederlassung Berlin die Stillstandszeiten der Paketfahrzeuge in der Nacht und laste den Fuhrpark besser aus, sagte Kruse. Er betonte aber, dass es sich bei der Zusammenarbeit um einen Einzelfall handelt.

Ein Post-Sprecher will indessen nicht ausschließen, dass dieses Modell bundesweit Nachahmer finden könnte. Wenn sich ein Großbäcker wie beispielsweise Kamps für eine Auslieferung seiner Backwaren mit DHL interessieren würde, werde die Deutsche Post mit Sicherheit nicht nein sagen, so der Sprecher. Große Chancen sieht Kruse künftig auch im Versandhandel von Medikamenten. Er rechnet mit 62 Millionen zusätzlichen Paketen allein in Deutschland, wovon sich DHL einen großen Anteil erhofft. Versandapotheken sind in Deutschland seit Anfang des Jahres zugelassen.

Fortschritte meldet Kruse auch beim Wechsel der verschiedenen Post-Paketmarken auf das einheitliche DHL-Logo. In Deutschland sei das Rebranding auf allen 20 000 Fahrzeugen und nahezu allen Gebäuden abgeschlossen, in Europa zu 70 % und weltweit zu 80 %. Weltweit werden rund 70 000 Fahrzeuge und 250 Flugzeuge umlackiert sowie 4 000 Gebäude neu beschriftet. Dazu kommen neue Kleidung für die DHL-Zusteller und neue Geschäftspapiere. Das Rebranding soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Ausnahme bilden die Flugzeuge, bei denen die neue Lackierung aus Kostengründen mit den alle drei Jahre stattfindenden Kontrollen verbunden wird.

Kruse bekräftigte außerdem, dass DHL wegen des wachsenden Paketgeschäfts ein zusätzliches Luftdrehkreuz in Europa suche. Die Entscheidung für einen Standort solle noch in diesem Jahr fallen. Mit einer Hand voll Flughäfen werde gesprochen. Darunter sind die deutschen Airports Leipzig/Halle, Hannover und Hahn im Hunsrück. An dem neuen Hub sei ein Logistikzentrum für rund 250 Mill. Euro geplant. Entstehen würden 2 000 bis 3 000 neue Arbeitsplätze.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%