Möbelbranche
Bestechungsskandal bei Ikea weitet sich aus

Der Bestechungsskandal bei Ikea Deutschland, bei dem es um den Verdacht geht, dass Bauunternehmen Gelder an Ikea-Manager gezahlt haben, um Aufträge zu bekommen, hat sich erheblich ausgeweitet. Und: Das Möbelhaus selber soll die Korruption unwissentlich finanziert haben.

HB FRANKFURT. Wie die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Frankfurt der „Wirtschaftswoche“ bestätigte, hat sich die Zahl der Verdächtigen auf 47 mehr als verdoppelt. Auch die Bestechungssumme ist deutlich größer als zunächst angenommen. Im Spätsommer hatte sie die Staatsanwaltschaft noch mit rund 660 000 Euro veranschlagt. Inzwischen geht sie davon aus, dass rund 1,6 Millionen Euro allein an Bestechungsgeld geflossen sind.

„Die Schadenssumme kann noch höher liegen“, sagt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Denn die Ermittler vermuten, dass die Bauleute Ikea auch Leistungen berechnet haben, die nie erbracht wurden. So sollen sie einen Teil des Bestechungsgeldes refinanziert haben. „Fünf Mitarbeiter mussten das Unternehmen schon verlassen“, sagte Petra Hesser, seit Januar Deutschland-Chefin der Einrichtungskette.

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