Möglicher Kaufkandidat
Austrian Airlines sucht neue Strategie

Die österreichische Staatsholding ÖIAG lässt für ihre nationale Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) eine neue Strategie prüfen, die als Möglichkeit auch einen Verkauf des Unternehmens ins Ausland vorsieht.

FRANKFURT./WIEN. Die ÖIAG, die ein Konsortium von Banken und Versicherungen anführt und damit Mehrheitsaktionär der defizitären Fluglinie ist, hat kurz vor Weihnachten die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt, die Positionierung der AUA im Luftverkehr zu prüfen und Handlungsalternativen zu nennen.

Untersucht werden soll dabei insbesondere, ob das Unternehmen einen größeren Partner benötigt, um die erwartete Konsolidierung in Europas Luftfahrt überleben zu können. Viele nationale Fluggesellschaften leiden unter dramatisch gestiegenen Kerosinpreisen sowie dem Preisdruck der Billigflieger, die das Problem der Überkapazitäten Jahr für Jahr weiter verschärfen.

Der Beratungsauftrag der ÖIAG steht im Zusammenhang mit dem anstehenden Wechsel an der Spitze der Fluggesellschaft: AUA-Vorstandschef Vagn Sörensen wird das Unternehmen Ende September verlassen und in seine Heimat Dänemark zurückkehren. Die Unternehmensberatung Roland Berger soll ihre Studienergebnisse bis März abliefern, damit der Sörensen-Nachfolger weiß, in welche Richtung er zu marschieren hat. Die erste Vorstellungsrunde von Kandidaten soll ebenfalls im März in Wien über die Bühne gehen.

Dass die deutsche Unternehmensberatung das Mandat der ÖIAG erhielt, gilt in Branchenkreisen als Indiz für ein engeres Zusammenrücken der AUA mit der Lufthansa. Als Mitglied des Bündnisses Star Alliance, in dem Lufthansa eine führende Rolle einnimmt, ist die AUA bereits Kooperationspartner der Deutschen. Vor diesem Hintergrund taucht auch ein deutscher Name auf der Favoritenliste für den bald vakanten AUA-Chefposten auf: Ralf Teckentrup – ein langjähriger Lufthansa-Manager, der als Vorstand des Reisekonzerns Thomas Cook zuletzt die schwer angeschlagene Ferienfluglinie Condor erfolgreich sanierte.

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