Möglicherweise Dividendenaufstockung
Beate Uhse verdient trotz Konsumunlust

Der Flensburger Erotikkonzern Beate Uhse hat ungeachtet der anhaltenden Konsumflaute Umsatz und Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr weiter gesteigert. Der europäische Marktführer äußerte sich zuversichtlich, auch die Ziele für das Gesamtjahr 2004 zu erreichen.

HB HAMBURG. Bei einem um 5,5 % höheren Umsatz nahm der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 % auf 8,6 Mill. € zu. Zum Anstieg des Jahresüberschusses um fast 32 % auf 6,2 Mill. € habe eine deutlich niedrigere Steuerquote beigetragen, teilte das im Kleinwerte-Index SDax geführte Unternehmen bei der Bekanntgabe der Zwischenbilanz am Donnerstag weiter mit.

Die insgesamt gute Entwicklung der ersten Jahreshälfte sei im zweiten Quartal allerdings durch Verzögerungen beim Umzug des Logistik-Zentrums nach Almere in den Niederlanden und durch die weiter schwierige Marktsituation im Bereich Entertainment etwas gebremst worden, hieß es. In der Sparte Entertainment hat Beate Uhse die Aktivitäten rund um Internet, Telefon und Bezahlfernsehen zusammengefasst.

Gleichwohl äußerte sich das Management zuversichtlich, die Planung für das Gesamtjahr zu erreichen, da die zweite Jahreshälfte im Konzern erfahrungsgemäß die stärkere sei. Nach früheren Angaben will Beate Uhse den Umsatz auch ohne Zukäufe um neun Prozent auf knapp 290 Mill. € steigern und den Vorsteuergewinn um 13 % auf 22 Mill. €.

Im Auftaktquartal hatte die Beate Uhse AG den Konzernumsatz um gut zehn Prozent auf 79 Mill. € gesteigert. Der operative Gewinn legte zugleich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 % auf 7,2 Mill. € zu. Unter dem Strich hatte der Konzern einen um fast 28 % höheren Reingewinn von 4,6 Mill. € ausgewiesen.

Europas größter Erotikkonzern Beate Uhse erwägt nach Angaben von Vorstandschef Otto Christian Lindemann eine Dividendenaufstockung für 2004. Die Ausschüttung an die Aktionäre könne in diesem Jahr auf elf oder zwölf Cent je Anteilsschein erhöht werden, sagte Lindemann am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters in Hamburg. Im Vorjahr waren zehn Cent an die Aktionäre gezahlt worden. Für das erste Halbjahr 2004 hatte der Erotikkonzern einen Gewinnanstieg bekannt gegeben. Der Reingewinn erhöhte sich unter anderem wegen einer niedrigeren Steuerquote um über 30 % auf 6,2 Mill. €.

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