Møller-Maersk: Maersk kämpft um seinen Spitzenplatz

Møller-Maersk
Ein Containerriese spaltet sich auf

Maersk kämpft um seinen Spitzenplatz

Der schwache Welthandel und die damit gesunkenen Frachtraten treffen den Konzern an einer ganz empfindlichen Stelle. Denn Møller-Maersk steht für rund 15 Prozent der gesamten weltweiten Containertransporte. Der Branchendienst Alphaliner hat ausgerechnet, dass die Maersk Line nicht nur die mit Abstand größte Container-Reederei der Welt ist, sondern über die Jahre auch die höchste Gewinnmarge aller Konkurrenten erzielt hat.

Maersk kämpft um seinen Spitzenplatz in der Branche. So schloss sich Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd mit dem arabischen Rivalen UASC zusammen und rückte damit zur Nummer fünf der Branche auf. Im Zuge der jüngsten Großpleite der südkoreanischen Reederei Hanjin legten zwar zuletzt die Preise für Schiffsfracht wieder zu. Doch Experten rechnen nicht mit einer dauerhaften Trendwende, weil die Überkapazitäten weiterhin bestehen blieben.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres präsentierte der damalige Konzernchef Nils Smedegaard Andersen ein Sparprogramm sowohl für die Öl- als auch für die Containersparte. Insgesamt will das Unternehmen bis Ende kommenden Jahres mehr als 4.000 Stellen streichen.

Maersk-Chef Sören Skou bleibt Chef des Gesamtkonzerns sowie des Transportgeschäfts. Chef des Ölgeschäfts in der neuen Aufteilung soll Claus V. Hemmingsen werden, der bisher die Tochtergesellschaft Maersk Drilling, ein Bohrunternehmen, verantwortet hat. Maersk Drilling wird Teil des neuen Energieriesen. Drei Mitglieder der Führungsetage verlieren dagegen ihre Posten in der neuen Aufteilung. Insgesamt beschäftigt die Gruppe rund 88.300 Mitarbeiter.

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Agentur
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Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
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