Møller-Mærsk
Cyber-Angriff wird für Reederei noch teurer

Schwere Zeiten für die dänische Reederei Møller-Mærsk: Überkapazitäten und Nachwehen einer Cyber-Attacke kommen den Branchenriesen teuer zu stehen. Die jüngsten Geschäftszahlen enttäuschen die Anleger.
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KopenhagenDer weltgrößten Reederei A. P. Møller-Mærsk machen weiter Überkapazitäten und die Folgen der weltweiten Cyber-Attacke Ende Juni zu schaffen. Mit 978 Millionen Dollar verfehlte der am Dienstag vorgelegte operative Gewinn (Ebitda) im dritten Quartal deutlich die Prognosen der Analysten. Zum einen kam der Cyber-Angriff mit 250 bis 300 Millionen Dollar den Branchenprimus teurer zu stehen als zunächst erwartet. Zum anderen entwickelten sich die Frachtpreise schwächer als vorhergesagt, auch wenn sie im Vergleich zum Vorjahr anzogen. Im wichtigen Container-Geschäft ist Mærsk deshalb für das Gesamtjahr etwas verhaltener als noch zuvor.

Statt einer Verbesserung des bereinigten Gewinns in der Hauptgeschäftssparte von über einer Milliarde Dollar, rechnet Mærsk nur noch mit einem Zuwachs von rund einer Milliarde. „Das dritte Quartal war schwieriger für uns und wir hätten stärker wachsen können, wenn wir nicht diesen furchtbaren kriminellen Cyber-Angriff gehabt hätten“, sagte Finanzchef Jakob Stausholm.

Auch wenn das bereinigte Ergebnis in der Transport- und Logistiksparte zulegte, stand unter dem Strich im dritten Quartal ein Verlust von 1,4 Milliarden Dollar. Hintergrund ist eine 1,75 Milliarden schwere Abschreibung auf Bohrplattformen. Mærsk konzentriert sich auf sein Kerngeschäft und gibt seine Öl- und Gassparte in einer 7,5 Milliarden Dollar schweren Transaktion an den französischen Energieriesen Total ab. Die Aktien der Dänen gaben mehr als fünf Prozent nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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