Monster erwirbt Konkurrenten Jobpilot
Adecco verkauft Jobpilot

Das Schweizer Zeitarbeitsunternehmen Adecco veräußert seine Internet-Stellenbörse Jobpilot an dessen Konkurrenten Monster. Das Internetportal passe nicht mehr zur Strategie des weltgrößten Personalvermittlers.

HB BERLIN. Die Online-Jobbörse Monster erwirbt den Wettbewerber Jobpilot von dem Personalvermittler Adecco. Das teilte das Zeitarbeitsunternehmen am Freitag mit. Mit dem Verkauf erziele Adecco einen Erlös von insgesamt 74,5 Millionen Euro. Die Zahlung erfolge zum einen in Form von einer Million Monster-Aktien im Wert von rund 23,4 Millionen Euro und einer Barzahlung in Höhe von 51,1 Millionen Euro. In den Bilanzen von Adecco schlage sich das Geschäft mit einem Buchgewinn von 20 Millionen Euro nieder, hieß es weiter.

Adecco begründete den Verkauf damit, dass das im Jahr 2002 erworbene Jobportal nicht mehr zur Unternehmensstrategie passe. Jobpilot erwirtschaftete 2003 einen Umsatz von rund 27 Millionen Euro. Neben Stepstone und Jobscout zählen Monster und Jobpilot zu den größten deutschen Stellenmärkten im Internet. Eigenen Angaben zufolge steigt Monster mit der Akquisition zum Branchenprimus in Deutschland auf. Das Portal bietet seine Dienste in 21 Ländern an.

Gleichzeitig ernannte der in Zürich ansässige Personalvermittler einen neuen Finanzchef. Jim Fredholm tritt am 1.Juni dieses Jahres die Nachfolge von Felix Weber an. Dieser hatte seinen Posten wegen möglicher Bilanzmanipulationen Mitte Januar abgegeben. Adecco ist in jüngster Vergangenheit wegen Buchhaltungsproblemen in die Schlagzeilen geraten: Das Unternehmen hat schon zweimal die Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2003 verschoben.

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