Montag Aufsichtsratsitzung
Condor plant neues Sparprogramm

Der Reisekonzern Thomas Cook plant bei seiner Fluggesellschaft Condor ein neues Sparprogramm. Die Kosten müssten um weitere 20 bis 50 Mill. Euro gesenkt werden, sagte Condor-Chef und Cook-Vorstandsmitglied Ralf Teckentrup der Fachzeitschrift „Touristik Report“. Noch im Herbst werde darüber entschieden.

HB FRANKFURT. Bereits vorige Woche hatte Thomas Cook bekannt gegeben, dass die hohen Treibstoffpreise das Ergebnis bei Condor im laufenden Geschäftsjahr 2005/2006 nach neun Monaten (bis Ende Juli) mit 16,5 Mill. Euro belastet hätten. Condor war unter Führung Teckentrups in den vergangenen zwei Jahren aus der Verlustzone geführt worden. Trotz der Belastungen durch den hohen Ölpreis könne Condor mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden sein, sagte der Condor-Chef.

Teckentrup räumte in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview ein, dass die ungeklärte Zukunft von Condor die Beschäftigten verunsichere. Hintergrund sind die Verhandlungen der beiden Cook-Eigner Lufthansa und Karstadt-Quelle über den Reisekonzern. Karstadt-Quelle möchte Cook ganz übernehmen. Bisher wurde mit Lufthansa aber keine Einigung erzielt.

Offen ist, ob Condor komplett bei Lufthansa bleibt, von Karstadt-Quelle übernommen wird oder an eine andere Fluggesellschaft oder einen Investor verkauft wird. Das Thema dürfte auch kommenden Montag im Cook-Aufsichtsrat eine Rolle spielen. Im Lufthansa-Aufsichtsrat am Mittwoch war das Thema ebenfalls zur Sprache gekommen. Es gebe dazu aber keine Entscheidung, verlautete aus dem Umfeld des Konzerns.

Als mögliche Partner werden in Luftfahrtkreisen Air Berlin, die angeschlagene LTU oder die beiden deutschen Flugtöchter des Reisekonzerns TUI - Hapagfly und HLX - genannt. „Die Condor würde zu allen diesen potenziellen Partnern gut passen“, sagte Teckentrup. Die Fluggesellschaft sei in welcher Konstellation auch immer nicht in Gefahr.

Condor war einst von Lufthansa gegründet worden. „Viele Condorianer fühlen sich als Lufthanseaten“, sagte Teckentrup. Dass Lufthansa sich nach der harten, aber erfolgreichen Sanierung von Condor nun von dieser Fluggesellschaft möglicherweise trennen wolle, setze natürlich Emotionen frei. „Was die Lufthansa wirklich mit Condor vorhat, weiß nur der LH-Vorstand selbst. Es ist müßig, immer wieder darüber zu spekulieren“, sagte Teckentrup.

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