Montag ist Vertragsunterzeichnung
Air China stößt zur Star Alliance

Die chinesische Staatslinie Air China wird am Montag dem von der Lufthansa gegründeten Luftfahrtverbund Star Alliance beitreten. Das Geschäft ist ob des boomenden Marktes im Reich der Mitte enorm wichtig. Es schließt eine Lücke im Netz. Von denen gibt es dann nur noch zwei.

PEKING. Wie die Lufthansa dem Handelsblatt in Peking bestätigte, soll der Vertrag unter Beisein von Kanzlerin Angela Merkel am Montagabend am Flughafen Peking unterzeichnet werden. Die Lufthansa schließt damit endgültig ihre Lücke auf dem immer wichtiger werdenden chinesischen Luftverkehrsmarkt. Zur Star Alliance gehören damit weltweit 18 Fluggesellschaften. Die wichtigsten sind neben der Lufthansa United Airlines und Singapore Airlines.

Erst vor zwei Wochen war die kleine nationale Fluglinie Shanghai Airlines als erster chinesischer Partner Mitgied der Star Alliance geworden. Der Beitritt von Air China gilt nun als der große Schritt, über den sehr lange verhandelt worden war. An Air China ist die Hongkonger Airline Cathay Pacific beteiligt, die zur Lufthansa-Konkurrenz One World von British Airways gehört.

Alle großen Fluggesellschaften bauen momentan ihre Verbindungen nach China aus und suchen Partnergesellschaften im Reich der Mitte, um an dem stark wachsenden inländischen Geschäft teilhaben zu können. In wenigen Jahren dürfte China nach Schätzung von Experten zum zweitgrößten Inlandsmarkt hinter den USA werden. Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl der Fluggäste auf 210 Mill. Passagiere fast verdoppeln. Bislang fliegen davon gut drei Viertel auf Inlandsflügen.

Vor allem die Olympischen Spiele 2008 in Peking sowie die Weltausstellung 2010 in Schanghai werden die Passagierzahlen weiter stark ansteigen lassen. „Davon werden große Impulse ausgehen“, hatte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber erst vor wenigen Monaten dem Handelsblatt gesagt. Er wird am Montag zur Vertragsunterzeichnung in Peking sein.

Die Zeremonie findet am Standort von Ameco statt. Das Wartungsunternehmen in Peking mit knapp 4 000 Beschäftigten gehört zu 40 Prozent der Lufthansa und zu 60 Prozent Air China. Rund 60 Airlines lassen ihre Flieger inzwischen bei Ameco warten. Die Lufthansa hat in China rund 8 000 Mitarbeiter.

Mit dem Beitritt von Air China zur Star Alliance verbleiben auf der Weltkarte nur noch größere weiße Flecken in Indien sowie – seit der Pleite der Traditionslinie Ansett – auf dem australischen Kontinent. Star-Vorstandschef Jaan Albrecht hat aber angekündigt, dass auch in Indien Verstärkung naht: Im Sommer 2006 soll entweder die staatliche Air India oder die private Jet Airways in den Verbund aufgenommen werden.

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