München deckt die verschiedenen Segmente ab
Flughäfen verdienen deutlich besser

Die deutschen Flughäfen machen angesichts der anhaltenden Passagierzuwächse im Luftverkehr zunehmend gute Geschäfte. Mit München und Köln/Bonn hoben am Dienstag gleich zwei große Airport-Betreiber ihre Umsatz- und Ergebnisprognosen an.

MÜNCHEN. „Wir werden schon 2006 und damit zwei Jahre früher als geplant die Gewinnzone erreichen“, sagte Michael Kerkloh, Geschäftsführer der Flughafen München GmbH (FMG) dem Handelsblatt. Weil sowohl Verkehrsentwicklung als auch die Ersparnisse des Effizienzprogramms „M-Power“ über Plan lägen, erreiche der nach Frankfurt zweitgrößte deutsche Flughafenbetreiber bereits im laufenden Jahr „ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis“, betonte Kerkloh. Seit Inbetriebnahme des Flughafens 1992 hat die FMG – mit einer Ausnahme – jeweils rote Zahlen ausgewiesen: 2004 lag der Umsatz bei 655 Mill. Euro, der Bilanzverlust bei 54 Mill. Euro.

Auch der auf Billigflugangebote spezialisierte Flughafen Köln/Bonn will in diesem Jahr seine ursprünglichen Wachstumsprognosen übertreffen und erstmals seit Beginn der Expansion vor fünf Jahren einen Gewinn abliefern. Das Passagieraufkommen sei in den ersten neun Monaten mit einem Plus von 15 Prozent deutlich stärker gestiegen als erwartet, sagte Kölns Flughafenchef Michael Garvens. Zum Jahresende will er einen Gewinn von drei Mill. Euro bei einem Umsatz von 244 Mill. Euro vorlegen.

Die Halbjahres-Statistik des Flughafenverbands ADV weist die mit Abstand höchsten Passagierzuwächse allerdings nicht für Köln/Bonn, sondern für Berlin-Schönefeld (plus 65 Prozent) und Dortmund (plus 101 Prozent) aus. Von diesen beiden Standorten aus hat Europas führende Billig-Linie Easyjet ihre Deutschland-Expansion gestartet. Auch in Köln/Bonn, Heimatbasis der deutschen Billigflieger Germanwings und Hapag-Lloyd Express (HLX), wird zum Winterflugplan weiter ausgebaut. Garvens sieht sich in seiner Strategie bestätigt, Köln/Bonn vor allem auf das so genannte „Low-Cost“-Segment auszurichten: „Die Billig-Airlines erobern europaweit immer größere Marktanteile, während Charter sowie der klassische Linienverkehr zurückgehen.“

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