Mutterkonzern Inditex überrascht mit gutem Halbjahresergebnis
Zara verringert Abstand zu H&M

Das spanische Modeunternehmen Inditex glänzt auch im ersten Halbjahr 2005 mit exzellenten Zahlen. Der weltweit drittgrößte Textilhändler und Mutterkonzern der erfolgreichen Ladenkette Zara machte in den ersten sechs Monaten einen Gewinn nach Steuern von 246 Mill. Euro. Das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als doppelt so viel wie Analysten geschätzt hatten.

scm MADRID. Diesmal wurde das Ergebnis nicht nur durch ein Kostensparprogramm, sondern auch durch wesentlich bessere Verkaufszahlen erreicht. Der Umsatz des Unternehmens kletterte um 20 Prozent auf 2,82 Mrd. Euro. Damit wird der Abstand zu H &M, der Nummer eins in Europa, immer geringer. Inditex hat sich vorgenommen, bis 2008 Branchenführer auf dem alten Kontinenten zu werden. „Das sollte zu schaffen sein, wenn man die gute Entwicklung beim verkaufsflächenbereinigten Umsatz betrachtet“, sagt Antonio Castell, Analyst des spanischen Brokers Ibersecurities. Er setzt die Inditex-Aktie, deren Kurs sich in den vergangenen Wochen wesentlich schlechter als der Madrider Referenzindex Ibex35 entwickelt hat, auf Kauf. Der Titel stieg gestern bis Mittag um mehr als fünf Prozent auf 24,15 Euro.

Die Analysten stützen ihre positiven Zukunftsprognosen dabei nicht zuletzt auf Pablo Isla, der seit Juni die Geschicke bei Inditex lenkt. Er wird sogar bereits als Nachfolger des Zara-Gründers und Inditex-Eigentümers Amancio Ortega im Amt des Präsidenten gehandelt. Isla, der als großer Logistikkenner und Finanzexperte gilt, will vor allem die Expansion beschleunigen.

Bis Juli hat das in Galizien ansässige Unternehmen 160 Läden eröffnet, bis zum Ende des Jahres sollen 290 weitere hinzukommen. Vor allem in Deutschland will Inditex neue Shops aufmachen, darunter die Herrenmodekette Massimo Dutti und die Teenie-Labels Bershka und Stravidarius.

Inditex erweist sich dank des gut laufenden Geschäfts auch immer noch als Jobmaschine. In den vergangenen zwölf Monaten stellte der Konzern 8351 neue Mitarbeiter ein und kommt damit auf 50 000 Beschäftigte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%