MV-Werften Bund will sich an Schiffbau-Bürgschaften beteiligen

Große Kreuzfahrtschiffe können bald in Mecklenburg-Vorpommern gebaut werden. Der Bund beteiligt sich an Schiffbau-Bürgschaften für die MV-Werften. Ab 2019 sollen die Ozean-Riesen dann produziert werden.
Kommentieren
Die Kosten für die 340 Meter langen Schiffe werden auf etwa 1,4 Milliarden Euro pro Stück geschätzt. Quelle: dpa
MV Werften

Die Kosten für die 340 Meter langen Schiffe werden auf etwa 1,4 Milliarden Euro pro Stück geschätzt.

(Foto: dpa)

WismarDer Bund will sich an Schiffbau-Bürgschaften für die MV-Werften beteiligen und so den Weg frei machen für den Bau riesiger Kreuzfahrtschiffe in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Landesregierung in Schwerin und der staatlichen Förderbank KfW seien Gespräche vereinbart worden.

„Wir wollen schnell zusammenkommen, um die offenen Fragen zu klären und noch vor der Bundestagswahl die notwendigen Entscheidungen treffen“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Mittwoch bei einem Besuch der Werft in Wismar.

Die malaysische Genting-Gruppe hatte die drei Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund im Frühjahr 2016 für 240 Millionen Euro übernommen und zunächst mit dem Bau von kleineren Flusskreuzfahrtschiffen begonnen. Das erste war in der Vorwoche an den Eigentümer, die Reederei Crystal River Cruises, übergeben worden.

So entstehen die neuen Luxusliner auf der Meyer Werft
Die neue Aida-Generation
1 von 17

Die neue Generation wird komplett mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas betrieben, wodurch die Emissionen von Rußpartikeln und Schwefeloxiden vollständig vermieden werden sollen. Bereits im Herbst 2018 soll das erste Modell auslaufen. Es bietet Platz für rund 6.000 Passagiere.

(Quelle: dpa)

„Green Cruising“
2 von 17

Die neuen Schiffe sind nicht nur größer und komfortabler. Mit dem Konzept „Green Cruising“ wird Aida als weltweit erste Kreuzfahrtreederei die neue Schiffsgeneration zu 100 Prozent mit Flüssigerdgas betreiben.

Das neue Aida-Kreuzfahrtschiff
3 von 17

Die beiden Chefs der Meyer Werft in Papenburg, Bernhard und Tim Meyer, starten mit Aida-Präsidenten Felix Eichhorn (v.l.n.r.), den ersten Brennschnitt zu einer neuen Generation von Aida-Kreuzfahrtschiffen.

Erster Brennschnitt
4 von 17

Zwei Mitarbeiter der Meyer Werft bereiten den ersten Brennschnitt eines neuen Kreuzfahrtschiffes vor.

Der obligatorische Stahlschnitt
5 von 17

Vom ersten Stahlschnitt bis zur Jungfernfahrt dauert es nicht lange: Die erste siebentägige Reise führt das 13. Mitglied der Aida-Flotte im Dezember 2018 zu den Kanarischen Inseln.

Großauftrag
6 von 17

Im Sommer 2015 hatte die Meyer Werft den Großauftrag für zwei Neubauten vom Rostocker Kreuzfahrtunternehmen bekommen. „Wir sind sehr stolz darauf, zusammen mit Aida Cruises diesen Quantensprung in Sachen Umweltschutz voranzutreiben. Die erfolgreiche Entwicklung der neuen anspruchsvollen Schiffsklasse für Aida Cruises zeigt, was guter Teamgeist, die konsequente Verfolgung eines gemeinsamen Ziels und engagierte Menschen hervorbringen können“, so Bernard Meyer.

Silhouette
7 von 17

Hermann Lembeck, Schweißer auf der Meyer Werft in Papenburg, hält die aus einer Schiffbaustahlplatte herausgebrannte Silhouette einer neuen Generation von Aida-Kreuzfahrtschiffen in den Händen.

Anders als bei diesen etwa 60 Millionen Euro teuren Schiffen, die vom Unternehmen finanziert werden, will Genting bei der Finanzierung der großen Schiffe die in der Branche üblichen staatlichen Kreditbürgschaften nutzen. Voraussichtlich von 2019 an sollen die Kreuzliner mit einer Länge von etwa 340 Metern gebaut werden. Die Kosten je Schiff werden auf etwa 1,4 Milliarden Euro geschätzt.

Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) warb erneut für eine Beteiligung des Bundes. „Wir haben als Land die Grundsatzentscheidung getroffen, weiterhin Bürgschaften für den Schiffbau zu übernehmen. Dass der Bund wieder mit ins Boot kommt, ist ein gutes Signal für die Zukunft der maritimen Wirtschaft in unserem Land“.

Nach Angaben von Werften-Geschäftsführer Richard Gruenhagen wird Genting über eine halbe Milliarde Euro in Modernisierung und Neubau von Werftanlagen an den drei Standorten investieren.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: MV-Werften - Bund will sich an Schiffbau-Bürgschaften beteiligen

0 Kommentare zu "MV-Werften: Bund will sich an Schiffbau-Bürgschaften beteiligen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%