MyTaxi gegen Hansa-Taxi Hamburger können jetzt Taxis per App teilen

Urbane Mobilität ohne eigenes Auto ist ein großes Thema. Vom vernetzten öffentlichen Nahverkehr über Carsharing bis zu Sammeltransporten reicht das Spektrum. In Hamburg kommen jetzt per App geteilte Taxis dazu.
Kommentieren
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der erste Anbieter in Deutschland, der Taxi-Sharing mit lizensierten Taxis anbietet. Quelle: dpa
Mytaxi-App

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der erste Anbieter in Deutschland, der Taxi-Sharing mit lizensierten Taxis anbietet.

(Foto: dpa)

HamburgZwei fremde Fahrgäste können sich in Hamburg mit der Taxi-App MyTaxi künftig einen Wagen teilen. Damit seien für die Kunden Einsparungen von 30 bis 50 Prozent je Taxifahrt möglich, sagte Alexander Mönch, MyTaxi-Chef für Deutschland und Österreich, am Montag in Hamburg. Die App erkenne, wenn zwei Fahrgäste einen ähnlichen Weg zurückzulegen hätten und führe die Touren dann zusammen. Einen Tag zuvor hatte bereits der Hamburger Konkurrent Hansa-Taxi eine ähnliche Erweiterung seiner App veröffentlicht. MyTaxi will die App in einer dreimonatigen Testphase anpassen und verbessern und dann auch in anderen Städten anbieten.

Ein erster Test des Angebots in Warschau sei erfolgreich verlaufen und habe in Spitzenzeiten am Wochenende bis zu 30 Prozent geteilte Fahrten ergeben. „Was die Stadt und die Gesellschaft brauchen, ist eine Alternative zum Individualverkehr“, sagte Mönch. „Ein Auto, das zu 95 Prozent nicht fährt und Mobilitätskosten von 600 Euro im Monat verursacht, ist ökologisch und ökonomisch nicht sinnvoll.“ Das Taxi sei bereits ein geteiltes Produkt und werde mit dem Update der MyTaxi-App noch mehr geteilt. An der Entwicklung der Algorithmen und der Software habe MyTaxi eineinhalb Jahre gearbeitet.

So stellt VW sich die Zukunft vor
Mehr von Moia
1 von 11

Zwölf Monate lang hat die Mobilitätsmarke Moia ein Konzept ausgearbeitet, wie VW sich die Mobilität in den Megametropolen vorstellt. Auf der „Techcrunch“-Konferenz in Berlin zeigt die Marke ein Konzept, das intern unter dem Arbeitstitel „Pluto“ entwickelt wurde. Ein Fahrzeug, mit dem VW den großen Mobilitätsdiensten den Rang ablaufen will.

Ein Bulli für alle
2 von 11

Äußerlich erinnert das neue Auto an VW-Nutzfahrzeuge wie den Crafter. Doch optimiert wurde es für den Personenverkehr in der Stadt. Anders als die meisten anderen Transporter von VW soll er rein elektrisch fahren.

Zum Zusteigen
3 von 11

Der Fahrgast ordert das Shuttle per App. Auf dem Weg zum Ziel ermitteln Algorithmen, welche weiteren Fahrgäste auf der Route eingesammelt und befördert werden können.

Großraumtaxi
4 von 11

Bis zu sechs Passagiere haben Platz im Pluto. Der Pooling-Algorithmus sorge so dafür, dass die Auslastung der Fahrzeuge steige und Umwege und Leerfahrten vermieden würden.

Mehr Komfort
5 von 11

An Bord können auch elektrische Geräte per USB-Kabel aufgeladen werden, es gibt ein dimmbares Leselicht und Wlan gibt es an Bord kostenfrei.

Mehr Beinfreiheit
6 von 11

Die Sitze lassen sich verstellen und bieten fast so viel Beinfreiheit wie in der U-Bahn.

Weniger zahlen als im Taxi
7 von 11

Die Preise sollen zwischen denen für ein Ticket im Öffentlichen Personennahverkehr und einer Taxifahrt liegen.

MyTaxi und Hansa-Taxi hoffen, mit der Kostenersparnis auch neue Kundengruppen für Taxifahrten zu gewinnen, vor allem jüngere Leute mit wenig Geld. Diese Zielgruppen haben auch andere Anbieter im Auge. Allein in der zweitgrößten deutschen Stadt Hamburg gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Mobilitäts-Angeboten: So sind zum Beispiel die mobilen Carsharing-Anbieter DriveNow (BMW/Sixt) und Car2Go (Daimler/Europcar) ebenso am Markt wie zahlreiche weitere Anbieter mit festen Stationen. Über die Stadt verteilt zieht sich ein dichtes Netz von Fahrradstationen. Mit der Initiative switchh der Nahverkehrsunternehmen werden U- und S-Bahn, Mietwagen, Car-Sharing und Fahrrad vernetzt. Und die VW-Tochter Moia will im nächsten Jahr elektrisch betriebene Kleinbusse als Sammeltransporter anbieten.

Die Daimler-Tochter MyTaxi ist die führende Taxi-App in Europa und in mehr als 70 Städten nutzbar. Die neue Funktion soll Schritt um Schritt erweitert und verbessert werden. Bislang können nur zwei Fahrgäste teilen, nicht drei, die zudem nur Handgepäck mit sich führen dürfen. Künftig soll ein geteiltes Taxi auch im Voraus buchbar sein. In den ersten Monaten erhalten die Kunden zudem einen Gutschein als Bonus, wenn sie ihr Taxi gern teilen wollen, aber dafür keinen geeigneten Partner finden.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: MyTaxi gegen Hansa-Taxi - Hamburger können jetzt Taxis per App teilen

0 Kommentare zu "MyTaxi gegen Hansa-Taxi: Hamburger können jetzt Taxis per App teilen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%