Nach der Aufstockung
Ruhrgebiets-Familien schützen Metro vor Übernahme

Der Mischkonzern Haniel hat mit einer deutlichen Aufstockung seiner Anteile an der Metro die immer wiederkehrenden Marktgerüchte entkräftet, er wolle bei dem Handelsriesen aussteigen.

DÜSSELDORF. Durch Aktienzukäufe sei der Anteil von Haniel um 15,68 Prozentpunkte auf durchgerechnet 34,24 Prozent der Stimmrechte bei der Metro gestiegen, teilte Haniel am Freitag mit. Der Haniel-Konzern bündelt außerdem seine Interessen mit dem anderen Gründungsgesellschafter Schmidt-Ruthenbeck gebündelt. Gemeinsam halten die beiden künftig 50,01 Prozent an dem Düsseldorfer Konzern. Metro könne nun mit einer stabilen Aktionärsbasis in die Zukunft blicken. Metro begrüßte den Schritt.

„Durch diese Maßnahme wird auf der Gesellschafterebene eine langfristige Stabilität geschaffen, die es der Metro AG ermöglicht, alle Potenziale zur Wertsteigerung zu heben“, hieß es. Haniel-Chef Eckhard Cordes betonte, der Schritt sei ein Beweis für das Vertrauen der Anteilseigner in die Metro. Ein Metro-Sprecher sagte: „Wir begrüßen grundsätzlich das Engagement von langfristigen Investoren.“

Um Haniel hatten immer wieder Gerüchte die Runde gemacht, der Konzern wolle sich von seinem Metro-Anteil trennen. Am Markt und in Presseberichten war spekuliert worden, die Anteilseigner könnten sich von ihren Aktien trennen und die Metro könnte dann zerschlagen werden. Cordes hatte immer wieder betont, die Großaktionäre wollten langfristig bei dem Handelsriesen engagiert bleiben. Die Metro-Aktie notierte am Mittag mit einem Minus von über einem Prozent bei 63,34 Euro.

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