Nach der Kürzung der Netzgebühren
Vattenfall will gegen Bundesnetzagentur klagen

Der Energiekonzern Vattenfall Europe reicht in der kommenden Woche die angekündigte Eilklage gegen die Kürzung seiner Stromnetzgebühren ein. Ziel ist es, die niedrigeren Gebühren zu verhindern, die nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur sonst vom 1. Juli an gelten würden.

HB BERLIN. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag auf Anfrage in Berlin. Die Regulierungsbehörde hatte die von Vattenfall beantragten leicht erhöhten Entgelte für die Nutzung des Hochspannungsnetzes nicht akzeptiert. Vielmehr wurde am Mittwoch eine Senkung um 11,7 Prozent verfügt. Die Netzagentur beanstandete bei Vattenfall vor allem die Kalkulation von Anlagevermögen aus DDR-Zeiten und die Höhe des Preises für die Durchleitung von Strom aus Windkraft.

Die Unions-Fraktion im Bundestag rief die Bundesländer dazu auf, die Stromversorger notfalls gesetzlich zur Strompreissenkung zu zwingen. Die Ankündigung Hessens zur möglichen Anordnung von Preissenkungen „sollten auch andere Länder übernehmen“, forderte CDU- Verbraucherpolitikerin Julia Klöckner. „Die künstliche Verteuerung von Energiepreisen zu Lasten der Endverbraucher muss beendet werden.“ Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte die Pläne Hessens ebenfalls begrüßt.

Die Vattenfall-Entscheidung dürfte für die Endverbraucher zunächst kaum Auswirkungen haben. Verbraucherschützer erwarten aber insgesamt von den Abschlägen bei den Netznutzungsgebühren eine Strompreissenkung um rund fünf Prozent.

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