Nach der Neurorientierung
Condor will mehr Tickets per Internet verkaufen

Condor, die Flugtochter der Thomas Cook AG, Oberursel, will den Verkauf von Flugtickets über das Internet deutlich steigern.

HB FRANKFURT. Zwar seien die Reisebüros die „tragende Säule unseres Einzelplatzverkaufs“, der Vertrieb via Internet sei jedoch billiger, sagte Vorstandsmitglied Ralf Teckentrup auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Den aktuellen Internet-Anteil am Einzelplatzverkauf bezifferte der Manager auf 7%, wollte jedoch keine Zielmarke nennen. „Wir wollen soviel Internet wie möglich“, fügte er hinzu.

Teckentrup geht davon aus, dass Condor künftig weniger Passagiere der konzerneigenen Reiseveranstalter transportieren wird. Die Idee des hochintegrierten Fliegens sei in der Vergangenheit übertrieben worden, kritisierte er den Umstand, dass Thomas-Cook-Gäste fast nur mit Condor geflogen seien. Unter dieser Unflexibilität habe die wirtschaftliche Performance der Airline gelitten. Es sei besser, wenn beispielsweise Air Berlin einige Thomas-Cook-Reisende befördere und Condor dadurch profitabel arbeiten könne.

Der Vorstand räumte ein, dass die Neupositionierung nahe dem Low-Cost-Segment auf Kosten der ohnehin in den letzten Jahren gesunkenen Durchschnittserlöse (Yields) gehen werde. „Aber Yields machen nicht satt, Ergebnis macht satt“, entgegnete er. Um das Ziel eines zusätzlichen Ergebnisses von 35 Mill. bis 40 Mill. Euro zu erreichen, benötige Condor aus der Neupositionierung des Einzelplatzgeschäfts zusätzlich 400.000 Passagiere pro Jahr. Dies entspreche einem Passagierwachtum von rund 8%.

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