Nach der Übernahme
Edeka fährt harten Sparkurs bei Spar

Deutschlands führender Lebensmittelhändler Edeka streicht nach der Spar-Übernahme erneut rund 1700 Stellen bei dem früheren Konkurrenten.

HB HAMBURG. Von derzeit 3200 Mitarbeitern bei der Spar Handels AG (Schenefeld) biete die Edeka-Gruppe mehr als 1500 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz an, teilte die Edeka AG am Montag in Hamburg mit. Die weiteren Kosteneinsparungen seien notwendig, „um das Geschäftsfeld des unternehmergeführten Einzelhandels in der harten Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt auch künftig profitabel und mit Wachstumsperspektiven zu gestalten“.

Edeka hatte den seit Jahren kriselnden Wettbewerber Spar im Frühjahr von dem französischen Konzern ITM Enterprises (Intermarché) übernommen, der über Jahre Millionen in Spar gepumpt hatte. Auch mit Stellenabbau hatte sich Spar bereits versucht zu retten. Edeka erwartet für 2005 insgesamt einen Umsatz von rund 37 Milliarden Euro. Einschließlich der Discount- und Spar-Märkte ist die Zahl der Verkaufsstellen um etwa 2500 auf bundesweit insgesamt 11 000 Märkte gewachsen. Die sieben Edeka-Regionalgesellschaften werden mit der Belieferung der rund 2000 Spar-Einzelhändler 2006 beginnen. Dann soll auch das Großhandelsgeschäft schrittweise bei Edeka eingegliedert werden.

Der Lagerstandort Schenefeld (bei Hamburg) bleibt den Angaben zufolge erhalten. 300 Mitarbeiter sollen dort beschäftigt bleiben. Aus der dortigen Verwaltung (360 Mitarbeiter) können 25 in die Edeka- Zentrale nach Hamburg wechseln. Übrige Betriebsstätten sollen nach einer Übergangsphase im kommenden Jahr aufgegeben werden. Sie seien nicht mehr rentabel zu führen, wie das Spar-Lager Mittenwalde südöstlich von Berlin und die Betriebsstätte in Ellhofen bei Heilbronn. Ein Teil dieser Mitarbeiter kann zur Edeka wechseln.

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