Nach deutlichem Gewinneinbruch
American Express kassiert Prognose

Der Kreditkartenanbieter American Express bekommt den Wirtschaftsabschwung in den USA deutlich zu spüren. Das in New York ansässige Unternehmen wies am Montag nach US-Börsenschluss für das zweite Quartal überrraschend einen massiven Gewinneinbruch aus. Überdies wird der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr verfehlen.

HB NEW YORK. Er ging um rund 38 Prozent auf 653 Mill. Dollar zurück. Hauptgrund dafür seien Rückstellungen zur Deckung von Verlusten aus faulen Krediten, hieß es.

Zudem erklärte der Konzern, seine Prognose für das Gesamtjahr, wonach der Gewinn pro Aktie zwischen vier und sechs Prozent steigen soll, sei nicht mehr zu halten. Die US-Wirtschaft habe sich verlangsamt, vor allem im Juni. "Wir haben stets beträchtliche Gewinne und Renditen erwirtschaftet. Solange wir keine konjunkturelle Verbesserung sehen, gehen wir nicht mehr davon aus, unsere langfristigen Finanzziele zu erreichen oder zu übertreffen", sagte American-Express-Chef Kenneth Chenault.

Experten waren von dem Gewinneinbruch besonders überrascht, weil American Express im Vergleich zu seinen Konkurrenten eine etwas zahlungskräftigere Kundschaft besitzt.

American Express ist vor allem bekannt als Herausgeber der American-Express-Kreditkarte und-Reiseschecks sowie als größter Geschäftsreisedienstleister der Welt. Das Unternehmen bietet aber auch andere Bank- und Investmentdienstleistungen sowie Versicherungen.

Die American-Express-Aktie verlor nachbörslich 12,5 Prozent.

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