Nach Einstieg
Mayfair fordert Sitz im Puma-Aufsichtsrat ein

Der neue Hauptaktionär Mayfair des Sportartikelherstellers Puma will sich nicht mit der Zuschauerrolle begnügen, sondern schon bald auf der Betreuerbank am Spielfeldrand Platz nehmen. Ein Sitz im Aufsichtsrat ist das erklärte kurzfristige Ziel.

HB FRANKFURT. „Wir streben natürlich eine Beteiligung in dem Gremium an, damit wir dort angemessen vertreten sind“, sagte der Geschäftsführer der Beteiligungsfirma, Rainer Kutzner, dem Magazin „Euro am Sonntag“.

Die Firma der ehemaligen Tchibo-Eigner Günter und Daniela Herz hatte am Dienstag bekannt gegeben, sie habe knapp 17 % an Puma erworben und sei damit zum größten Aktionär des im MDax notierten Unternehmens avanciert. Die Beteiligungsgesellschaft hatte erklärt, sie wolle keinen Einfluss auf das operative Geschäft des zweitgrößten deutschen Sportartikelkonzerns nehmen und betrachte das Paket im Börsenwert von mehr als 500 Mill. € als langfristiges Finanzinvestment. Die Frage nach einer möglichen Mehrheitsbeteiligung hat Mayfair offen gelassen.

Bis zum Einstieg von Mayfair war die Fondsgesellschaft Fidelity mit zuletzt 4,85 % größter Einzelaktionär von Puma gewesen. Für 9,78 % brauchen die Geschwister Herz allerdings noch die Zustimmung des Kartellamts. Doch auch mit den nicht unter diesem Vorbehalt stehenden 7,13 % ist Mayfair schon größter Aktionär von Puma.

Günter Herz und seine Schwester Daniela waren 2003 nach einem familieninternen Streit beim Kaffeeröster Tchibo mit vier Mrd. € abgefunden worden. Ihr Vermögen hatten sie in der Mayfair geparkt, die nach Angaben von Puma in Immobilien, Finanzanlagen und Unternehmensbeteiligungen investiert.

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