Nach Ergebniseinbruch
Anleger schicken Tui-Aktie auf Talfahrt

Die Zahlen des Reise- und Schifffahrtskonzerns Tui sind im zweiten Quartal dramatisch eingebrochen. Das ERgebnis liegt bei weitem unter den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen gelobt Besserung – doch die Anleger scheint dies nicht zu beruhigen.

HB HANNOVER. Die Zahlen von Tui zum zweiten Quartal sind nach Einschätzung der LBBW weit schlechter als erwartet ausgefallen. Wie die Tui am Donnerstag in Hannover mitteilte, sank das Ergebnis der Sparten vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 94,3 Prozent auf nur noch fünf Mill. Euro.

Auf das erste Halbjahr bezogen schrieb die Tui beim Ebitda mit minus 78 Mill. Euro rote Zahlen. Im Vorjahr gab es ein Plus von 42 Mill. Euro. Grund für den Einbruch waren vor allem Probleme in den Touristikmärkten Deutschland und Großbritannien.

Als Grund für die erwartete deutliche Ergebnisverbesserung im zweiten Halbjahr nannte die Tui eine derzeit starke Buchungslage in der Touristik sowie steigende Frachtraten in der Schifffahrt. Zudem ergäben sich „Ergebniseffekte“ aus der Anfang September geplanten Fusion der Tui-Touristiksparte mit dem britischen Reiseveranstalter First Choice. Mit der Fusion will die Tui deutlich profitabler werden.

Nach einem Ergebniseinbruch der Tui im zweiten Quartal hat die Börse die Aktie des Reise- und Schifffahrtskonzerns am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Kurz nach Handelsbeginn verlor die Aktie rund drei Prozent auf 19,55 Euro.

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