Nach ersten Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung
Höhere Mehrwertsteuer bremst Konsum kaum

Trotz der Mehrwertsteuererhöhung ist der Konsum in Deutschland im Januar offenbar nicht zurückgegangen.

HB BERLIN. „Die Welt“ (Montagausgabe) berichtete unter Berufung auf erste Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), es sehe sogar eher so aus, dass der Januar 2007 besser gelaufen sei als der Januar 2006. GfK-Chef Klaus Wübbenhorst sagte der Zeitung, „die schädliche Wirkung der Steuererhöhung auf den Konsum wurde von vielen überschätzt“.

Der Absatz von Automobilen sei wegen der Vorzieheffekte zwar deutlich zurückgegangen. Doch Textilien, Elektronik und Güter des täglichen Bedarfs hätten in den ersten Wochen 2007 zulegen können. Auch durch die vielen Rabattaktionen im Januar habe der von vielen befürchtete Umsatzrückgang verhindert werden können. Wübbenhorst sagte laut „Welt“: „Grundsätzlich erkennen wir, dass die Konsumenten bereit sind, wieder mehr Geld auszugeben und nicht mehr nur das billigste zu kaufen.“

Wübbenhorst erwartet zudem, dass das Thema mehrwertsteuerbedingte Preiserhöhungen weitgehend durch ist. Der harte Konkurrenzkampf vor allem im Einzelhandel lasse kaum noch Preisaufschläge zu. Die bisherigen Preissteigerungen hielten sich zudem durchaus in Grenzen, was sich an kaum gestiegenen Inflationsraten für Dezember und Januar ablesen lasse.

Der Konsumforscher geht davon aus, dass die Konsumausgaben der Bundesbürger 2007 um rund 0,5 Prozent steigen werden. Höhere Verbraucherausgaben seien - bei einer weiteren Senkung der Arbeitslosenzahl oder hohen Tarifabschlüssen - möglich.

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