Nach Exim-Übernahme
Rewe-Touristik will weiter zukaufen

Norbert Fiebig, Chef der Touristik-Sparte des Einzelhandelsriesen Rewe, will in neue Geschäftsfelder vorstoßen. Außergewöhnlich Online-Portale locken ihn ebenso wie Unternehmen im Aktivreise-Segement.
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FrankfurtDie Touristik-Tochter des Einzelhandelsriesen Rewe hält nach der Übernahme des tschechischen Reiseveranstalters Exim nach weiteren Zukäufen Ausschau. „Wenn sich interessante Offerten bieten, werden wir weitere Unternehmen kaufen oder uns an ihnen beteiligen“, sagte Touristik-Chef Norbert Fiebig der „WirtschaftsWoche“ laut einem Vorabbericht vom Samstag. Dabei will Rewe nicht nur in weiteren Ländern präsent sein, sondern auch in neue Segmente wie Aktivreisen vorstoßen. „Wir wollen zusätzliche Geschäftsfelder erschließen“, betonte er. Auch den Vertrieb will Fiebig verbessern und im Internet investieren. „Den Kauf eines Online-Portals mit herausragendem Geschäftsmodell schließe ich nicht aus“, sagte der Manager.

Zufrieden zeigte sich Fiebig mit der Entwicklung des Reisegeschäftes seit Jahresbeginn. „Insgesamt liegen wir beim Umsatz in diesem Jahr bei einem Plus von drei Prozent - trotz der Krise in Griechenland und dem Hochwasser in Thailand.“ Die Rewe-Touristiksparte konkurriert unter anderem mit TUI und Thomas Cook. Keine Besserung gibt es allerdings im Urlaubsgeschäft mit Griechenland. „Die Buchungen nach Griechenland sind bei uns um 28 Prozent eingebrochen“, sagte der Manager.

Rewe hatte 2011 seinen Umsatz um 3,3 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro gesteigert, in der Touristik-Sparte um die Veranstalter ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg und Dertour kletterten die Erlöse dabei um 5,1 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Rewe hatte erst vor kurzem 51 Prozent an dem tschechischen Veranstalter Exim übernommen. Der Konzern ist in Tschechien auch mit seinen Billa- und Penny-Märkten vertreten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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