Nach Insolvenz
Woolworth hat wieder ehrgeizige Wachstumspläne

Es ist kaum ein Jahr her, dass die Warenhauskette Woolworth einen Insolvenzantrag stellen musste. Doch unter den neuen Eigentümern setzt das Unternehmen zu Höhenflügen an und will bis zu 500 neue Filialen eröffnen. Gleichzeitig soll eine neue Angebotsstruktur viele Kunden anlocken.
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HB DÜSSELDORF. Die knapp der Schließung entgangene Warenhauskette Woolworth hat unter ihren neuen Eigentümern ehrgeizige Wachstumspläne. Mittelfristig soll die Zahl der Filialen von derzeit 163 auf 250 erhöht werden. Langfristig seien sogar bis zu 500 Woolworth-Kaufhäuser vorstellbar, sagte Unternehmenschef Dieter Schindel am Donnerstag in Düsseldorf. Jährlich wolle Woolworth rund 50 neue Kaufhäuser eröffnen. Bis Ende 2012 sollen auf diese Weise auch 3 100 neue Stellen geschaffen werden.

Woolworth will Schindel zufolge künftig als „Nahversorgungs-Kaufhaus“ um Kunden werben. Dabei werde das Kaufhaus dem breiten Segment der unteren und mittleren Preislagen treu bleiben. Doch soll sich einiges am Sortiment ändern. Alkohol, Zeitschriften, Straßenschuhe und Unterhaltungselektronik seien aus dem Angebot gestrichen worden, hieß es.

Neu hinzugekommen seien dagegen Dekorationswaren und Wohnaccessoires sowie Tierartikel und zahlreiche Lizenzprodukte von Disney über Hello Kitty bis zu den Simpsons. Auch Eigenmarken sollen eine wichtige Rolle spielen.

Schindel betonte, das Unternehmen sei wirtschaftlich jetzt auch deshalb gut aufgestellt, weil neue Mietverträge ausgehandelt worden seien und die Logistik zentral in Unna abgewickelt werde.

Die deutsche Woolworth, die bereits 1998 durch einen Management-Buy-out vom US-Mutterkonzern unabhängig wurde, hatte 2009 einen Insolvenzantrag stellen müssen. Doch gelang es dem Insolvenzverwalter, eine Schließung zu verhindern und Käufer für das Unternehmen zu finden. Die neuen Eigentümer sind der Chef des Textildiscounters KiK, Stefan Heinig, und die Unternehmerfamilie Tengelmann.

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