Nach Lizenzentzug der Air Madrid
LTU interessiert sich für langsame Spanier

Die Düsseldorfer LTU erwägt eine Beteiligung an der in Schwierigkeiten steckenden spanischen Fluggesellschaft Air Madrid. Die Schlagzeilen der vergangenen Tage um Air Madrid waren alles andere als gut. Nun wittert LTU seine Chance.

HB MADRID/DÜSSELDORF. „Herr Marbach wird morgen nach Madrid reisen, um an informellen Gesprächen teilzunehmen“, sagte LTU- Sprecher Marco Dadomo am Dienstag der Nachrichtenagentur DPA. Dabei gehe es um eine eventuelle Beteiligung an Air Madrid. Jürgen Marbach ist Geschäftsführer des Düsseldorfer Unternehmens LTU.

Air Madrid hat nach Düsseldorfer Angaben den südamerikanischen und den karibischen Raum bedient. „Das ist ein interessanter Markt für uns“, schilderte der LTU-Sprecher. Air Madrid verfüge über Airbus-Flugzeuge. Auf diesen Hersteller hat die LTU bereits ihre gesamte Flugzeugflotte umgestellt.

Nach Beschwerden wegen massiver Verspätungen hatte die spanische Flugaufsicht Air Madrid vor knapp zwei Wochen die Betriebserlaubnis entzogen. Kurz zuvor hatte das Unternehmen sämtliche Flüge eingestellt. Mehr als 100 000 Passagiere saßen daraufhin in mehreren Ländern fest. Die Behörden machten damals auch Sicherheitsmängel für den Lizenzentzug geltend. Dies wies Air Madrid zurück. Inzwischen hat die Billigfluglinie Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Nach Angaben des Besitzers José Luis Carrillo ist das vor drei Jahren gegründete Unternehmen 120 Mill. Euro wert.

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