Nach Rekordergebnis Ende vergangenen Jahres kam der erwartete Umsatzeinbruch
Gesundheitsreform trübt das Geschäft der Augen-Optiker

Die Anfang des Jahres in Kraft getretene Gesundheitsreform hat bei den Augenoptikern deutliche Spuren hinterlassen.

lü DÜSSELDORF. Zwar konnte die Branche 2003 beim Umsatz 12,2 % auf 3,8 Mrd. Euro zulegen, jedoch habe bereits Anfang dieses Jahres die Talfahrt begonnen, berichtete der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) in Düsseldorf. So brachen im ersten Quartal 2004 die Umsätze um 25 % ein, sagte ZVA-Präsident Thomas Nosch. Für das Gesamtjahr sei mit einem Minus von rund 20 % zu rechnen. Trotzdem blicke die Branche mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. „Wenn es uns gelingt, dem Markt die Chancen der Gesundheitsreform näher zu bringen, dürfte es schon in der zweiten Jahreshälfte positive Tendenzen geben“, sagte der ZVA-Chef.

Im vierten Quartal 2003 waren nach Bekanntgabe der Gesundheitsreform und der darin enthaltenden Streichung von Zuschüssen der Krankenkassen für Sehhilfen die Verkaufszahlen exorbitant gestiegen. Dadurch kletterte die Zahl der verkauften Brillengläser um 19 % auf 37,6 Millionen. Bei den Brillenfassungen gab es ein Plus von 13,9 % auf 11,5 Mill. Stück. Die Zahl der Augenoptiker-Betriebe nahm im vergangenen Jahr um 61 auf 9 859 zu, bei 46 600 (47 000) Beschäftigten. Marktführer ist mit 814 Mill. Euro Umsatz die Hamburger Fielmann-Gruppe vor Apollo (307 Mill.) und Krane (66 Mill.). Die zehn größten Filialisten haben mit 1 256 Betriebsstätten und 1,37 (1,1) Mrd. Euro Umsatz einen Marktanteil von 35,7 ( 32,6) %.

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