Nach Schlecker-Pleite
Einstiger Rivale stellt Mitarbeiterinnen ein

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat bundesweit mehr als 2000 Beschäftigte des insolventen Ex-Rivalen Schlecker eingestellt. Ein Großteil der „Schlecker-Frauen“ ist jedoch weiterhin arbeitslos.
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BurgwedelDie Drogeriemarktkette Rossmann hat nach eigenen Angaben inzwischen bundesweit mehr als 2000 frühere Beschäftigte des insolventen Ex-Rivalen Schlecker und der Schlecker-Tochter IhrPlatz eingestellt. Wie das Unternehmen am Dienstag in Burgwedel bei Hannover zudem mitteilte, liegt die Zahl der übernommenen IhrPlatz-Filialen derzeit bei 100. Ursprünglich hatte Rossmann geplant, 104 Standorte weiterzuführen - bei einigen seien die Verhandlungen über die Mieten aber noch nicht abgeschlossen, hieß es.

Die neuen Mitarbeiter stammen aus eingegliederten IhrPlatz-Filialen, daneben hätten sich auch Schlecker-Kollegen selbst bei Rossmann beworben. Zusätzliche Jobs gab es sowohl in den Verkaufsstellen als auch in der Logistik. Außerdem kamen rund 30 Auszubildende von IhrPlatz bei Rossmann unter - auch solche, die zuvor nicht in den übernommenen IhrPlatz-Filialen arbeiteten.

Insgesamt beschäftigt Rossmann in Deutschland nun rund 23.000 Menschen. Rechnet man die Auslandsfilialen dazu, sind es mittlerweile etwa 36.000. Für das laufende Geschäftsjahr peilen die Niedersachsen einen Umsatz von 6 Milliarden Euro an, 2011 waren es 5,12 Milliarden.

In der vergangenen Woche hatte die Bundesagentur für Arbeit berichtet, dass von den ursprünglich 23.300 arbeitslos gemeldeten früheren „Schlecker-Frauen“ deutschlandweit noch immer 14.000 auf Jobsuche sind. Wegen der im Januar bekanntgewordenen Schlecker-Pleite hatten zunächst insgesamt 25.000 Menschen ihre Arbeit verloren.

Nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg kann neben Rossmann und dem Karlsruher Wettbewerber dm auch der Lebensmittelhandel vom Aus der einstigen Traditionskette profitieren: Viele frühere Schlecker-Kunden kauften jetzt ihre Drogerieartikel in normalen Supermärkten ein.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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