Nach Streikchaos
Lage am Flughafen Hamburg wieder ruhig

Das Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen hat gestreikt - und sorgte damit für etliche Flugausfälle. Jetzt hat sich die Lage wieder beruhigt, doch weitere Streiks an anderen Flughäfen sollen folgen.
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HamburgNach dem Streikchaos am Hamburger Flughafen ist am Freitagabend wieder Ruhe eingekehrt. Von den „tumultartigen Zuständen“, die der Streik des Sicherheitspersonals nach Angaben eines Flughafenangestellten tagsüber ausgelöst hatte, war nichts mehr zu sehen. Zwar wurden von den 25 Flügen, die am Abend hätten starten sollen, laut Anzeige elf gestrichen. Doch die meisten Betroffenen waren offenbar in Hotels oder zu Hause untergekommen. Nur zwei Männer hatten sich auf den grünen Feldbetten ausgestreckt, die im Gastronomiebereich von Terminal 1 aufgestellt worden waren.

Ein Streik des Sicherheitspersonals hat den Flughafen ins Chaos gestürzt. Die Mitarbeiter der Personenkontrolle haben den gesamten Freitag die Arbeit nahezu geschlossen niedergelegt, so dass kaum noch Fluggäste kontrolliert werden konnten, wie eine Sprecherin des Hamburger Airports sagte. Vor den Sicherheits-Checks mussten die Passagiere bis zu vier Stunden warten. Von den normalerweise 20 Kontrollstellen seien lediglich drei besetzt gewesen, sagte die Flughafen-Sprecherin.

„Der Ausfall der Sicherheitskontrollen aufgrund eines Streiks kommt quasi einer Schließung des Flughafens gleich“, sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Die vorläufige Bilanz: Etwa zwei Drittel der 19.000 Passagiere, die am Freitag verreisen wollten, konnten ihren Flug nicht antreten. Jeder Dritte der geplant 176 Abflüge wurde gestrichen. Hamburg-Fuhlsbüttel ist mit 13,6 Millionen Flugreisenden der fünftgrößte deutsche Flughafen.

Die Gewerkschaft Verdi will mit dem Streik, der bis 23.00 Uhr dauern sollte, ihrer Forderung nach höheren Löhnen für die Sicherheitsleute Nachdruck verleihen. Derzeit erhalten die Mitarbeiter 11,80 Euro in der Stunde – Verdi verlangt 14,50 Euro. Die Gewerkschaft plant bereits eine Ausweitung. „Es wird als nächstes Streiks im Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen geben“, sagte ein Verdi-Sprecher. Dann dürften auch die Kontrolleure an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn die Arbeit niederlegen. Verdi werde den Streik – wie auch in Hamburg – nicht ankündigen. Der Airport Düsseldorf riet seinen Passagieren bereits, sich in den kommenden Tagen auf dem Laufenden zu halten.

Nicht nur der Streik im Hamburg brachte den Flugverkehr aus dem Takt: Wegen starker Schneefälle in München und Wien kam es an beiden Flughäfen zu Verspätungen und Annullierungen. Besonders betroffen ist die Lufthansa: Deutschlands größte Airline strich am Freitag weit über 100 Verbindungen. Glimpflicher kam Air Berlin davon – hier fielen ab Hamburg zwölf Flüge aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn die Bundespolizei dieser Sicherheitsmitarbeiter als direkt Angestellte/Arbeiter zu einem fairen Lohn übernehmen würde, dann könnte man sich diesen ganzen Zenober in Zukunft sparen !

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