Nach tiefroten Zahlen für 2008
Post-Chef zieht die Notbremse

Nach tiefroten Zahlen für 2008 stimmt Post-Chef Frank Appel den Konzern mit Investitions- und Kostenkürzungen auf ein hartes Jahr ein. Appel will massiv die Kosten senken und die Investitionen 2009 um 20 Prozent auf weniger als 1,4 Mrd. Euro kürzen.

agr/HB DÜSSELDORF. Nach dem ersten Verlust seit dem Börsengang im Jahr 2000 stellt sich die Deutsche Post auf einen Nachfrageeinbruch im laufenden Jahr ein.

"Nur so wird es uns gelingen, die schweren Zeiten, die vor uns liegen, zu meistern", betonte Appel. Angesichts der "beispiellosen Rückgänge" bei den Volumina gab Appel keine konkrete Prognose ab. "Wir gehen davon aus, dass 2009 für die gesamte Logistikbranche ein sehr hartes Jahr werden wird", erklärte er lediglich.

Eine Telefonkonferenz ist für Donnerstag angekündigt. Die Post hatte die Zahlen zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2008 und die Prognose bereits überraschend am Abend nach einer Aufsichtsratssitzung veröffentlicht.

Bereits im Schlussquartal des zurückliegenden Jahres hat der globale Wirtschaftsabschwung den Bonner Konzern erwischt. Der Umsatz schrumpfte um 3,3 Prozent auf 14 Mrd. Euro. Vor allem wegen der Kosten für die Sanierung des US-Expressgeschäfts rutschte der Konzern operativ mit knapp 2,7 Mrd. Euro in die Verlustzone.

Doch auch der starke Einbruch der Transportmengen weltweit im Zuge der Finanzkrise hat den Logistikkonzern getroffen. Bereinigt um Einmaleffekte ergab sich ein Betriebsgewinn (Ebit) von 765 Mio. Euro - nach rund einer Milliarde vor Jahresfrist. Unter dem Strich blieb ein Quartalsverlust von knapp 3,16 Mrd. Euro. Er fiel höher aus als von Analysten erwartet.

Der Nachfragerückgang habe sich im bisherigen Verlauf des ersten Quartals "noch verstärkt", teilte der Konzern mit. "Wir gehen davon aus, dass sich der Volumenrückgang in der ersten Jahreshälfte und sogar noch länger im selben Maße fortsetzen wird", sagte Appel voraus, der sein Amt vor gut einem Jahr übernommen hatte.

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