Nach wenigen Wochen
Germania Express steigt bei DBA wieder aus

Nur wenige Wochen nach der Mehrheitsübernahme an der Fluggesellschaft dba hat sich der Partner Germania Express (Gexx) bereits wieder zurückgezogen. Am Freitag teilte DBA mit, Gexx seine 64 Prozent an dba an das Unternehmen zurück.

HB MÜNCHEN. Die Kooperation im Fluggeschäft bestehe aber fort. DBA, die frühere Deutsche BA, werde zwei weitere Maschinen von Germania Express leasen. Erst Mitte Mai hatte die dem Berliner Unternehmer Hinrich Bischoff gehörende Germania Express die Mehrheit an dba übernommen. Der bisherige dba-Haupteigner Rudolf Wöhrl hatte seinen Anteil auf 28,8 Prozent reduziert und einen nicht näher bezifferten Anteil an Gexx übernommen. Auch diese Beteiligung werde wieder zurückgegeben.

Schon in den vergangenen Wochen hatte es in Branchenkreisen geheißen, DBA und Gexx-Eigner Bischoff hätten sich hinsichtlich mehrerer Fragen überworfen, unter anderem was den Umgang mit den Gewerkschaften angehe. Bischoff hatte aus seinem Unternehmen die Gewerkschaften strikt herausgehalten. DBA dagegen verhandelt mit der Pilotenvereinigung Cockpit und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi derzeit neue Tarifverträge, in denen es um Kostensenkungen gehen soll.

„Wir haben uns entschlossen, als Gesellschafter zukünftig getrennte Wege zu gehen“, sagte Wöhrl. Als Leasingpartner werde man aber weiter langfristig zusammenarbeiten. Vor dem Einstieg von Gexx bei der Münchner Fluggesellschaft hatte diese Flugzeuge und Streckennetz des einstigen Konkurrenten übernommen. Mit den zusätzlichen zwei Maschinen verfügt DBA nun über 29 Flugzeuge, davon 14 von Germania geleaste.

Dba war 2003 von Wöhrl für einen Euro von British Airways übernommen und saniert worden. Im Geschäftsjahr 2004/05 (zum 31. März) war ein kleiner Gewinn erwirtschaftet worden.

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