Nach zwei Jahren
British Airways kommt aus der Verlustzone

Die Lufthansa hatte vorgelegt, jetzt zog British Airways nach: Die britische Fluggesellschaft ist in die Gewinnzone zurückgekehrt - trotz der Flugausfälle wegen der Vulkanasche im Frühjahr und eines langwierigen Streiks des Kabinenpersonals.
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HB LONDON. Die Fluggesellschaft British Airways (BA) hat dank der Rückkehr der Geschäftsreisenden und niedrigerer Kosten erstmals seit zwei Jahren wieder Gewinne ausgewiesen. Der Vorsteuergewinn sei im ersten Halbjahr bis Ende September auf 158 Mio. Pfund (181 Mio. Euro) gestiegen, nach einem Verlust von 292 Mio. Pfund im Vorjahreszeitrum, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit.

Die Einnahmen stiegen um 8,4 Prozent auf 4,44 Mrd. Pfund. Das lukrative Geschäft mit First- und Businessclass-Kunden habe in den vergangenen Monaten stetig zugenommen. Firmen hätten ihre strikten Beschränkungen der Reisebudgets gelockert. Das Geschäft mit teuren Buchungsklassen werde auch im kommenden Jahr wachsen, sagte BA-Chef Willie Walsh.

Bis zum kommenden Sommer wolle die Fluggesellschaft ihre Kapazitäten um vier bis fünf Prozent erweitern. Der Ausblick sei zwar positiv, das wirtschaftliche Umfeld bleibe aber weiterhin unsicher. Die Fusion mit der spanischen Iberia will BA im Januar 2011 abschließen.

Auch der spanische Fusionspartner profitierte davon, dass die Geschäftsreisenden in die teureren Sitzreihen vorrückten und wies in den vergangenen neun Monaten wieder einen Gewinn aus - nach hohen Verlusten im Vorjahr. Der Gewinn belief sich auf 53 Mio. Euro, auch wenn das operative Geschäft noch Verluste einfuhr. British Airways und Iberia wollen sich zur weltweit drittgrößten Fluggesellschaft zusammenschließen.

Der deutsche Konkurrent Lufthansa, der Donnerstag vorgelegt hatte, hatte ebenfalls von der anziehenden Nachfrage profitiert und eine Erweiterung der Kapazitäten angekündigt.

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