Nach Zwischenfällen
Ryanair-Chef geht auf spanische Regierung zu

Ryanair-Chef O'Leary hält die Besorgnis spanischer Aufsichtsbehörden, was die Sicherheit der Flugzeuge angeht, für unbegründet. In einem Interview sagt er, dass die Sicherheitspolitik nicht geändert werden müsse.
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HamburgIm Streit um Flugpannen bei Ryanair geht Unternehmenschef Michael O'Leary auf die spanische Regierung zu. „Es ist durchaus verständlich, dass Spanien drei Notlandungen in Valencia untersuchen will“, sagte O'Leary der „Financial Times Deutschland“ (Donnerstag). Wenige Tage zuvor hatte der Ryanair-Chef die spanischen Behörden noch bezichtigt, eine Hetzkampagne gegen die irische Billigfluglinie zu betreiben.

O'Leary bot den spanischen Behörden in dem Interview an, die Sicherheitspraxis von Ryanair in Dublin umfassend zu prüfen. Er erwarte, dass ein für Donnerstag angekündigter Prüfbericht der irischen Flugaufsicht IAA belegen werde, „dass Ryanair keine Regeln verletzt hat“. Deshalb wolle er beim Betanken seiner Maschinen auch alles beim Alten lassen: „Wir werden unsere Sicherheits- und Treibstoffpolitik nicht ändern“, sagte O'Leary der Zeitung.

Die Kritik, Ryanair spare auf Kosten der Sicherheit beim Sprit, nannte O'Leary „unbegründet“. Dieser Verdacht war aufgekommen, nachdem am 26. Juli gleich drei Ryanair-Maschinen in Valencia wegen Treibstoffmangels einen Notruf gesendet und Spaniens Fluglotsen damit in die Bredouille gebracht hatten. Die Flugsicherheitsbehörde leitete eine Untersuchung ein, um zu prüfen, ob Ryanair die Notlandungen mit einer mangelhaften Spritversorgung selbst provoziert hatte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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