Nachgefragt: Michael Eggenschwiler
Eggenschwiler: Es gibt noch Potenzial

Der Druck auf Airlines und Flughäfen steigt, die Kosten den deutlich gesunkenen Flugpreisen anzupassen. Das Handelsblatt sprach mit Michael Eggenschwiler über die Strategie des Hamburger Flughafens.

Handelsblatt: Der Druck auf Airlines und Flughäfen steigt, die Kosten den deutlich gesunkenen Flugpreisen anzupassen? Wie fit ist Hamburg für diese Entwicklung?

Michael Eggenschwiler: Wir sind mit der rechtzeitigen Privatisierung den völlig richtigen Weg gegangen. Der Kostendruck ist eindeutig da, und auch der Qualitätsdruck steigt – etwa bei der Abfertigung. Mit der Ausgründung von Tochtergesellschaften, die einige Mitbewerber jetzt angehen, haben wir schon Mitte der 90er-Jahre begonnen. Dementsprechend gut sind wir auf diese Entwicklung vorbereitet.

Dennoch: Berichte über Flughäfen, deren Verlust höher liegt als der Umsatz, häufen sich. Gibt es nicht viel zu viele Flugplätze in Deutschland?

Wir stellen bei den Fluggesellschaften eine Konzentration fest, die auch bei den Flughäfen ankommen wird. Es ist abzusehen, dass sich viele Investitionen in Regionalflugplätze volkswirtschaftlich nicht rechnen werden. Das Problem ist, dass es in der Vergangenheit in Deutschland keine bundesweite Entwicklungskonzeption für Flughäfen gegeben hat ...

... weshalb auch Hamburg jetzt verstärkt mit dem Flughafen Lübeck-Blankensee kämpft, der den irischen Preisbrecher Ryanair angelockt hat.

Kämpfen ist ein bisschen hoch gegriffen. Solange alle nach den gleichen Regeln spielen, ist das Wettbewerb, dem wir uns stellen. Dazu gehört etwa, dass Flughäfen ihren eigenen Namen nutzen und sich nicht mit fremden Städtenamen schmücken. Und mit Verlaub: Lübeck hat im Vorjahr bei 2,4 Mill. Euro Umsatz 3,5 Mill. Euro Verlust gemacht.

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