Nachtflugverbot
Lufthansa warnt vor Verkauf von Cargo-Flotte

Sollte das Nachtflugverbot bestätigt werden, stellt Lufthansa Cargo seine Transportflotte zur Disposition. Die nächtliche Ruhe droht für Lufthansa zum unberechenbaren Fallstrick zu werden.
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MünchenSollte das Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen vor Gericht bestätigt werden, steht die Frachterflotte von Lufthansa Cargo zur Disposition. Die derzeitige Lösung, Starts und Landungen auf die Zeiten vor 22 auf nach 5 Uhr zu verschieben, sei „nur ein Provisorium. Das kostet Geld und bringt nichts“, sagte Lufthansa-Cargo-Vorstandschef Karl Ulrich Garnadt dem Magazin „Focus“. Notfalls müsse sich Lufthansa Cargo längerfristig von seiner Frachterflotte mit 18 Maschinen trennen.

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet am 4. April endgültig im Streit um die Nachtflüge in Frankfurt. Durch das Verbot von Starts und Landungen zwischen 23 und 5 Uhr rechnet Lufthansa Cargo 2012 mit einem Umsatzverlust in dreistelliger Millionenhöhe und einem Minus von 40 Millionen Euro.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nachtflugverbot: Lufthansa warnt vor Verkauf von Cargo-Flotte"

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  • Unbestrittenermaßen funktionieren Nachtflüge in Wohngebieten nicht. Was soll noch das Gejammer der Cargo? Sie hat ein nicht funktionierendes Geschäftsmodell gewählt.

  • Warum wird hier ein Umsatzverlust erwartet? Seit Jahren gibt es die Vereinbarung aus dem Mediationsverfahren, dass die Erweiterung des Flughafens nur mit einem Nachflugverbot kommen wird. Die einzigen, die das scheinbar ignoriert haben ist das Management der Lufthansa Cargo. Und die Manager haben es eben versäumt, sich darauf langfristig einzustellen. Nun einen Umsatzverlust in den Raum zu stellen für erhoffte Umsätze, die zu keiner Zeit möglich gewesen wären, zeugt einfach von schlechtem Management und Stimmungsmache Die Lufthansa hatte zu keinem Zeitpunkt der Planfeststellung Nachtflüge beantragt.

  • Pandora0611 hat recht. Köln und Nürnberg, beide Airports im Schatten von Big Brothers, Dusseldorf und München. Vielleicht bestellt Lufthansa das Feld für eine Trennung sogar ganz gerne weil man sich so von teueren Mitarbeitern trennen kann und ebnet so den Weg zu einer neuen profitableren Cargo. Also Herr Garnadt - Make or Buy.

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