Naturkosmetikhersteller
Weleda verdient wieder Geld

Nach zwei Verlustjahren zurück in der Gewinnzone: Der Sparkurs des Naturkosmetikherstellers Weleda zahlt sich aus. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern konnte sogar verdreifacht werden.
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Schwäbisch GmündMit einem strikten Sparkurs und einer Pflegeserie für ältere Kunden will sich der Naturkosmetikhersteller Weleda weiter aus der Krise arbeiten. „Wir sind bei der Produktivität vorangekommen“, sagte Geschäftsführer Ralph Heinrichs am Donnerstag am deutschen Firmensitz in Schwäbisch Gmünd. Weleda habe zuletzt mit weniger Mitarbeitern mehr geleistet.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdreifachte sich 2013 mit 34 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem Strich standen 4,7 Millionen. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf fast 337 Millionen Euro.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz war 2012 nach zwei Verlustjahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr verringerte Weleda zudem seine Nettoverschuldung weiter - von fast 84 Millionen Euro auf 49 Millionen Euro.

Problemkind ist die Arzneimittelsparte, deren hohe Produktionskosten die Bilanz belasten. Zuletzt hatte Weleda den Herstellungsprozess daher stärker optimiert und auch beim Personal gespart. Die Mitarbeiterzahl ging im Vergleich zum Vorjahr von 1911 auf 1882 Menschen zurück.

Wachsen will Weleda künftig auch durch Internationalisierung. Neben bestehenden Märkten in Europa nimmt der Naturkosmetikhersteller demnach Brasilien, Russland und auch Japan stärker in den Fokus.

Die Geschäfte ankurbeln sollen im Arzneimittelbereich neue Tropfen für trockene Augen. Bis 2016 will Weleda den Geschäftsbereich nach Angaben von Geschäftsführer Heinisch wieder kostendeckend betreiben.

In der Naturkosmetik, die 70 Prozent des Umsatzes ausmacht, will das Unternehmen unter anderem mit einer Pflegeserie für die Generation 50 plus punkten.

In diesem Geschäftsjahr rechnet Weleda allerdings mit einem Schönheitsfleck auf der Bilanz: Wegen hoher Investitionen in neue Produkte sowie Forschung und Entwicklung werde das Ergebnis 2014 voraussichtlich etwas geringer ausfallen als 2013. Die Erlöse sollen unterdessen um 3 Prozent zulegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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