Negativpreis
Nestlé erhält „Goldenen Windbeutel 2014“

Verbraucher haben die „Alete Mahlzeit zum Trinken“ von Nestlé zur dreistesten Werbelüge gekürt. Für den Negativpreis „Goldener Windbeutel 2014“ der Verbraucherorganisation Foodwatch waren fünf Kandidaten nominiert.
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BerlinFür die „dreisteste Werbelüge“ des Jahres ist der Nestlé-Konzern mit dem Negativpreis „Goldener Windbeutel 2014“ der Verbraucherorganisation Foodwatch ausgezeichnet worden. Bei einer Online-Wahl stimmten die Verbraucher mit großem Abstand für Nestlés „Alete Mahlzeit zum Trinken“ für Kinder im Alter ab zehn Monaten, wie Foodwatch am Mittwoch mitteilte.

Das Unternehmen empfehle sein Produkt als vollwertige Mahlzeit für Säuglinge und erwecke den Eindruck, es sei besonders gesund, kritisierte die Organisation. Bereits seit Jahren forderten aber Kinderärzte einen Vermarktungsstopp von Trinkmahlzeiten, da diese Karies förderten und zu Überfütterung führten. Foodwatch will nun nach eigenen Angaben versuchen, Nestlé den Preis um 10.00 Uhr am Deutschland-Sitz des Konzerns in Frankfurt am Main zu überreichen.

Foodwatch hatte insgesamt fünf Kandidaten für den Preis nominiert, darunter auch Kreationen der Firmen Coca-Cola, Mendelez, Coop und Unilever. An der einmonatigen Online-Abstimmung beteiligte sich demnach eine Rekordzahl von 158.000 Verbrauchern. Auf die Alete Trinkmahlzeiten entfielen 45,8 Prozent der Stimmen.

Auf dem zweiten Platz mit 25,2 Prozent landete die hühnerfleischfreie „Hühnersuppe“ von Knorr (Unilever), auf Platz drei Coca-Colas „Glacéau Vitaminwater“, bei dem es sich laut Foodwatch um „billiges Wasser, aufgepeppt mit Aromen, Farbstoffen und überflüssigen Vitaminzusätzen“ handelt. Den vierten Platz erreichte der „Belvita Frühstückskeks“ der Firma Mondelez, weil er trotz seines hohen Zuckergehalts als empfehlenswertes Frühstück beworben werde.

Der mit 2,9 Prozent der Stimmen fünftplatzierte Lebensmittelkonzern Coop hatte bereits während der Wahl angekündigt, seinen Bio-Apfelsaft der Marke „Unser Norden“ künftig tatsächlich nur noch mit Äpfeln aus Norddeutschland zu produzieren.

Mit dem „Goldenen Windbeutel“ will Foodwatch nach eigenen Angaben auf die systematische legale Irreführung bei Lebensmitteln hinweisen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Große Pharmakonzerne sind Aktiengesellschaften. Aktiengesellschaften sind ihren Aktionären verpflichtet.

    Ein Pharmakonzern hat kein Interesse, eine Krankheit zu eliminieren, da die erzielten Gewinne durch Medikation nicht mehr vorhanden wären.

    Ebenso hat die chemische Putz- und Waschmittelindustrie kein Interesse daran, ihre milliardenschwere Branche zu beschneiden.

    90% der feilgebotenen und massiv beworbenen Produktpalette sind für den Ausguss - zum Schaden unserer Umwelt und damit uns allen.

  • Zucker und Aromen sind nun mal das beste Geschäft. Und wie die Umsätze aussehen gibt es anscheinend genug Idioten die sich davon "ernähren".

    Auf der anderen Seite boomt auch die Arzneimittelindustrie um die Symptome dieser "Ernährung" zu unterdrücken.

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