Nespresso-Gigant
Nestle muss noch zulegen

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern hat zwar den Umsatz gesteigert, die Erwartungen jedoch enttäuscht. Über den Gewinn schweigt der Schweizer Nespresso-Hersteller traditionell – und startet holprig ins laufende Jahr.
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ZürichDer Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle hat nach einem verhaltenen Jahresauftakt seine Ziele für 2013 bekräftigt. „Der Start ins neue Jahr spiegelt die Vorsicht wider, die wir im Februar zum Ausdruck gebracht haben“, erklärte Konzernchef Paul Bulcke am Donnerstag bei der Veröffentlichung des Quartalsberichts. „Wir rechnen 2013 weiterhin mit einem volatilen Umfeld, bestätigen aber, dass wir erwarten, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“

Im ganzen Jahr will der Hersteller von Nespresso-Kaffee, Kitkat-Schokoriegeln und Maggi-Suppen organisch, also unter Ausschluss von Wechselkurs- und Akquisitionseffekten, um fünf bis sechs Prozent wachsen. In den ersten drei Monaten hinkte der Weltmarktführer diesem Zielwert mit 4,3 Prozent allerdings hinterher. Das Mengenwachstum betrug dabei 2,3 Prozent, auf Preiserhöhungen entfielen zwei Prozent.

Nestle erzielte im Zeitraum Januar bis März 21,94 Milliarden (18,1 Milliarden Euro) Umsatz. Das sind 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr, aber weniger als Analysten erwartet hatten. Sie hatten im Schnitt mit 22,58 Milliarden Franken gerechnet. Der französische Konkurrent Danone hat die Verkaufserlöse im ersten Quartal um 5,6 Prozent gesteigert.

In Europa bleibt die Konsumentenstimmung nach Nestle-Angaben verhalten, organisch betrug das Wachstum hier ein Prozent. Zu schaffen machte Nestle auch das kalte Wetter. Fortschritte macht der Konzern in Nordamerika. Wachstumstreiber blieben aber die aufstrebenden Märkte mit einem Plus von 8,4 Prozent. Aus den Schwellenländern kommt inzwischen fast die Hälfte der Verkaufserlöse.

Gewinnzahlen veröffentlicht das in Vevey am Genfersee ansässige Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende. Nestle peilt 2013 eine Verbesserung der operativen Gewinnmarge an. Im Vorjahr betrug sie 15,2 Prozent.

Kommentare zu " Nespresso-Gigant: Nestle muss noch zulegen"

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  • Wenn die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt wurden, so vermute ich dass es denen zu gut geht. Höhere Kosten für Miete, Kraftstoffe, Heizung und Strom können diese Leute locker bezahlen. Sparen müssen Nestle Kunden, die weniger verdienen.

  • Der Kafee Verbrauch in Deutschland stagniert seit 3 Jahren. Deutschland im pro Kopf Verbrauch ist nicht auf 3er Stelle. Leader sind Finnland, Daenemark und Norwegen..!

  • Top-Unternehmen und für mich ein langfristiges Basisinvestment mit über 3% Dividendenrendite.

    Spätestens unter 50 Euro ein schöner Kauf.

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