Nestle und Co.

Lebensmittelhersteller wollen Abfall halbieren

Es ist eine Allianz der Giganten: Die größten Lebensmittel- und Getränke-Hersteller der Welt schließen sich zusammen, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Trotz großer Marktmacht ist das Vorhaben ambitioniert.
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Nestle-Chef Paul Bulcke betonte, mit der Reduzierung von Abfall wolle das Unternehmen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Quelle: Reuters
Gegen die Klimaerwärmung

Nestle-Chef Paul Bulcke betonte, mit der Reduzierung von Abfall wolle das Unternehmen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

(Foto: Reuters)

Die weltweit führenden Lebensmittel- und Getränke-Konzerne wollen bis 2025 ihren Nahrungsabfall halbieren und damit staatlichen Auflagen zuvorkommen. Für 2016 werde ein Ausgangspunkt erarbeitet, von dem aus der Abfall bei Produktion und Transport für die Öffentlichkeit nachvollziehbar verringert werden solle, heißt es in einem Beschluss des Konsumgüterforums CGF in New York, dem rund 400 Einzelhändlern und Produzenten angehören. Zudem solle die Wiederverwertung verstärkt werden. Weltweit würden bis zu zwei Milliarden Tonnen Lebensmittel bei der Produktion verloren gehen oder als Abfall enden, sagte Paul Polman, Chef des britisch-niederländischen Unilever -Konzerns, der etwa „Langnese“-Eis und „Pfanni“-Fertigprodukte herstellt.

Die Unternehmen wollen Nestle -Chef Paul Bulcke zufolge mit den Plänen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und zum Kampf gegen die Klimaerwärmung beitragen. Laut dem CGF sind Lebensmittelabfälle für rund 3,3 Milliarden Tonnen an Treibhausgasen jährlich verantwortlich. Den Vereinten Nationen zufolge landen ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel mit einem Wert von insgesamt 750 Milliarden Dollar im Müll. Gegen diese Wegwerf-Mentalität wurden schon in mehreren Ländern Kampagnen gestartet. So schlug die EU-Kommission vor, dass die Mitgliedsstaaten Pläne entwickeln, um bis 2025 den Lebensmittelabfall um mindestens 30 Prozent zu reduzieren.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

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