Netzwerke ausbauen
Publicis sucht neue Identität

Die Publicis-Manager Manfred Schüller und Roland Berger wollen die Standorte der Werbeagentur stärker vernetzen.

FRANKFURT. Mehr nationale Kunden, mehr Gewinn, mehr kreative Werbung und eine bessere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit – der neue Deutschlandchef der Agenturgruppe Publicis, Manfred Schüller, hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Seit März ist der ehemalige Springer-&-Jacoby-Mann als Chief Executive Officer im Amt – gemeinsam mit Unternehmensberater Roland Berger, der ihm als Non-Executive-Chairman zur Seite steht.

Publicis Worldwide, eines der drei Werbenetzwerke des Kommunikationskonzerns Publicis SA, war 2002 – nach den letzten verfügbaren Zahlen – mit 125 Mill. Euro Honorarumsatz die drittgrößte Werbeagentur in Deutschland. Seitdem ist sie aber eher durch Schlagzeilen über Managerwechsel aufgefallen als durch Etatgewinne oder Kreativpreise.

„Publicis spielt in der Wahrnehmung der Branche eigentlich keine große Rolle“, meint ein Werbemanager der Konkurrenz, der namentlich nicht genannt werden möchte. Dass zwischen der Umsatzgröße der Agenturgruppe und ihrer in der Öffentlichkeit wahrgenommenen Bedeutung eine große Lücke klafft, sieht auch Publicis-CEO Schüller. „Wenn man sich die Strahlkraft von Publicis in Paris anschaut, dann müssen wir hier noch deutlich nachlegen“, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der aus Frankreich international agierende Kommunikationskonzern ist weltweit die Nummer vier und hat derzeit in puncto Neugeschäft die Nase vorn.

Die Gründe für die unbefriedigende Situation in Deutschland sind vielfältig. Einerseits wurde die Agentur, die Kunden wie Renault, L’Oréal, Nestlé und Deutsche Telekom betreut, über Jahre lediglich in Teilzeit von Managern des Werbekonzerns mitgeführt. Entscheidender Punkt ist aber nach Meinung von Unternehmensberater Berger, „dass Publicis Deutschland aus vielen Zukäufen entstanden ist, die in mancher Hinsicht einfach unverändert weitergeführt wurden. Es fehlte eine umfassende Integrationststrategie“. So ist Publicis Erlangen/München beispielsweise aus dem Zukauf der Agentur MCD entstanden. Und Publicis Frankfurt fusionierte 2000 mit der inhabergeführten Agentur Boebel/Adam.

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