Neu installierte Leistung wird 2004 erneut schrumpfen
Windkraft verliert weiter an Schwung

Der Windkraft- Boom in Deutschland schwächt sich ab. Nach 2003 dürfte die neu installierte Leistung von Windkraft in diesem Jahr erneut schrumpfen, erwartet der Bundesverband Windenergie (BWE).

mjh HANNOVER. BWE-Präsident Peter Ahmels schätzt, dass 2004 neue Windmühlen mit 2 500 Megawatt Leistung ans Netz gehen werden. Das bedeutet ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 5 %. „Mit rund 350 Megawatt neu installierter Leistung liegen wir im ersten Quartal 2004 praktisch auf Vorjahresniveau“, sagte Ahmels am Dienstag auf der Hannover Messe. Mit der bis Ende März installierten Leistung von knapp 15 000 Megawatt können in einem normalen Windjahr 6,2 % des Stromverbrauchs gedeckt werden.

Die junge Branche steht vor großen Herausforderungen. Der Widerstand in der Bevölkerung gegen eine Zerspargelung der Landschaft wächst, Geldhäuser wie Commerzbank sowie Vereins- und Westbank, die sich bis 2002 auf diesem Feld stark engagierten, haben die Finanzierung neuer Windkraftprojekte einstweilen gestoppt. Zudem konnten einige Windparks im windarmen Jahr 2003 die Renditeversprechen nicht halten, weil die Initiatoren die Kosten für Wartung und Instandhaltung zu niedrig angesetzt hatten.

Ahmels räumte ein, dass die Windkraftbranche nur mit seriösen Angeboten neues Vertrauen gewinnen kann. Dabei wurde mit der jüngsten Novelle des Erneuerbare- Energien-Gesetzes die jährliche Degression der Einspeisevergütung für Windstrom von 1,5 % auf 2 % erhöht; außerdem werden ab Juni die Vergütungen für gute Standorte gekürzt. Um Anlegern eine Verzinsung auf das eingesetzte Kapital von 6 bis 8 % einigermaßen sicher garantieren zu können, müsse die Anlagentechnik besser werden, sagte Ahmels. Ein erster Fortschritt in dieser Richtung: Windräder der neuesten Generation müssten bei Sturm nicht mehr komplett abgeschaltet werden.

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