Neuausrichtung von Quelle und Neckermann ist schwierig
Quelle und Neckermann rechnen mit dickem Minus

Der Karstadt-Quelle-Konzern rechnet im Zuge seiner Sanierung in seinem wichtigen Versandhandelsbereich im kommenden Jahr mit einem deutlichen Umsatzeinbruch und einem Wegfall nahezu des gesamten operativen Gewinns.

HB DÜSSELDORF. Erst von 2007 an sei wieder an steigende Umsätze bei Neckermann und Quelle zu denken, sagte der Chef der Versandhandelssparte, Arwed Fischer, in einem am Mittwoch vorab von der „Lebensmittelzeitung“ veröffentlichten Interview.

„Im kommenden Jahr wird der Umsatz von Quelle und Neckermann in Deutschland deutlich auf vielleicht noch 4,4 Milliarden Euro sinken“, sagte Fischer. 2003 hatten Quelle und Neckermann in Deutschland 4,6 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Für den gesamten Versandhandel erwarte er 2005 zumindest wieder „schwarze Zahlen“ beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (Ebita), sagte Fischer. 2003 hatte der gesamte Versandbereich des Konzerns noch ein Ebita in Höhe von 164 Millionen Euro erzielt bei einem Umsatz von insgesamt 8,022 Milliarden Euro.

Die beiden Marken Quelle und Neckermann hatten dabei mit rund 6,5 Milliarden Euro den größten Teil zum Umsatz beigetragen, der Rest verteilte sich auf 23 verschiedene Spezialversender wie Madeleine, Afibel oder Hess Natur. Der Versandhandel trägt mehr als die Hälfte zum Konzernumsatz bei.

Fischer räumte in dem Interview ein, dass der Umbau und die Neupositionierung von Quelle und Neckermann schwierig sei. „So einfach ist es nicht, Modifikationen am Katalog reichen nicht aus.“ Noch seien sich die Kunden der beiden Versender viel zu ähnlich. Der Konzern habe alles geprüft, auch einen möglichen Verkauf von Neckermann. „Doch den Gedanken haben wir recht schnell verworfen. Schließlich ist Neckermann eine arrivierte Marke, die wirft man nicht weg.“ Beim Sortiment von Quelle und Neckermann werde es große Veränderungen geben, die Zahl der Artikel werde um mehrere zehntausend verringert, sagte Fischer.

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