Neue Aktien ausgegeben
Kapitalerhöhung bringt der GfK 90 Millionen Euro

Das Marktforschungsunternehmen GfK hat rund 3,15 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung platziert. Dabei sei ein Preis von 28,70 Euro je Aktie erzielt worden, teilte das Unternehmen mit. Der Erlös aus der Transaktion betrage rund 90,3 Millionen Euro.

Das Geld solle teilweise zur Refinanzierung der Darlehen dienen, die für den Erwerb von NOP World aufgenommen wurden. Die Übernahme der Marktforschungsgruppe, einer Tochter des britischen Medienkonzerns United Business Media, hatte das Unternehmen 550 Millionen Euro gekostet. Durch den Kauf kommt die GfK mit einem Schlag auf einen Millardenumsatz.

Die bisher größte Akquisition der Firmengeschichte sei nach Genehmigung durch die deutschen und US-amerikanischen Kartellbehörden am 1. Juni abgeschlossen worden. Die neuen Aktien wurden nach Darstellung der GfK im beschleunigten Bookbuilding-Verfahren bei institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland untergebracht. Die Platzierung wurde von Dresdner Kleinwort Wasserstein und ABN AMRO Rothschild vorgenommen.

An der Börse zeigten sich die im Kleinwerteindex S-Dax notierten GfK-Aktien robust: Sie gaben nur kurz nach und gingen mit 30,41 Euro sogar 0,7 % höher aus dem elektronischen Xetra-Handel. Die Platzierung, die innerhalb eines Handelstages abgeschlossen war, wurde von den Investmentbanken DrKW Dresdner Kleinwort Wasserstein und ABN Amro Rothschild betreut. Die neuen Aktien sind 2005 voll dividendenberechtigt.

Die Platzierung bringt der GfK aller Voraussicht nach einen höheren Streubesitz. „Bei den anvisierten Investoren handelt es sich vor allem um Anleger langfristiger Natur“, hieß es in Finanzkreisen. Die neuen Aktien seien mit einer sechsmonatigen Haltefrist belegt. Einem mit der Transaktion vertrauten Banker zufolge dürfte der Streubesitz im Zuge der Transaktion auf etwa 40 von bislang rund 36 Prozent steigen.

Bislang liegen rund 64 Prozent der Anteilsscheine beim GfK-Verein, der sich unter anderem der universitären Förderung und Ausbildung im Bereich Marktforschung widmet. Das Übergewicht des Mehrheitsaktionärs lastet wegen der damit verbundenen geringeren Liquidität auf der Aktie. In Finanzkreisen hieß es, der Verein habe signalisiert, auf lange Sicht grundsätzlich auch einer Verwässerung seines Anteils auf unter 50 Prozent nicht im Wege zu stehen.

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