Neue Durchsuchungen
Fleischskandal trifft Döner-Hersteller

Der Fleischskandal beschäftigt weiter Wirtschaft und Politik. Während Nordrhein-Westfalen die Kontrollen ausweitet kam es in Schleswig-Holstein zu neuen Durchsuchungen. In Baden-Württemberg wurde zudem weiteres verdächtiges Putenfleisch beschlagnahmt. Insgesamt sind Döner-Hersteller von Fleischskandal besonders betroffen.

HB DÜSSELDORF. Der Skandal um Gammelfleisch hat vorerst nur den Appetit der Döner-Liebhaber beeinträchtigt. Die fleischverarbeitende Branche insgesamt hat bislang keine merkliche Zurückhaltung beim Verbraucher registriert.

„Die jüngsten Probleme betreffen uns sehr stark, insgesamt dürfte der Absatzrückgang in den vergangenen Tagen bei zehn bis 15 Prozent liegen“, sagte am Mittwoch der Vorstandschef des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa (ATDID), Hanifi Aydin. „Unsere Kunden lesen in den letzten Tagen nur Negatives über Dönerspieße,“ klagte Aydin. Profitieren konnte von dem Fleischskandal offenbar die Erzeuger von Bio-Fleisch.

Von dem Skandal waren bisher rund 50 Betriebe und Lager betroffen. Der Skandal nahm seinen Lauf als Lebensmittelkontrolleure in Gelsenkirchen 60 Tonnen Fleisch im Kühlhaus der Firma Domenz sicher gestellt hatten, das komplett verdorben war. Verdorbenes Fleisch ist auch in den Handel gekommen und zu Nahrungsmitteln verarbeitet worden. Nach Angaben der Behörden geht jedoch von diesen Nahrungsmitteln keine Gefahr für die Gesundheit aus.

Aydin sagte, das Problem liege aber nicht bei den Döner-Produzenten, sondern bei den Zerlegebetrieben. „Wir Hersteller und auch die Dönerimbisse sind für eine strenge Kontrolle, gerne auch täglich. Dann verschwinden endlich die schwarzen Schafe.“ Seinen Angaben zufolge gibt es in Deutschland rund 45 000 Döner-Imbisse und gut 170 Dönerspieß-Hersteller.

Seite 1:

Fleischskandal trifft Döner-Hersteller

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%