Neue Geschäfte
Rewe will weiter expandieren

Der Handelsriese Rewe hat 2007 einen Rekordumsatz erzielt. Der Gesamtumsatz der Kölner Handelsgruppe stieg um rund fünf Prozent auf mehr als 45 Milliarden Euro, sagte Vorstandschef Alain Caparros am Montagabend in Köln. Und der Konzern will weiter wachsen. Allein in Deutschland sind mehr als 300 zusätzliche Geschäfte geplant.

HB KÖLN. Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will in diesem Jahr in der Bundesrepublik 350 neue Geschäfte eröffnen. Konzernchef Alain Caparros sagte am Montagabend in Köln, Rewe wolle so die Lücke zum Marktführer Edeka verkleinern. Edeka hatte sich zuletzt in einem erbitterten Bietergefecht um das Deutschlandgeschäft des Discounters gegen Rewe durchgesetzt und damit seine Dominanz in Deutschland ausgebaut.

Hier müsse Rewe gegenhalten, sagte Caparros. Rewe investiert viel Geld nicht zuletzt in den Ausbau und die Renovierung der eigenen Discountkette Penny. Um die Finanzmittel für den Ausbau des Deutschlandgeschäfts zur Verfügung zu haben, hat das Kölner Genossenschaftsunternehmen Expansionspläne etwa in der Türkei zurückgestellt und agiert auch auf dem boomenden russischen Markt zurückhaltend.

Zur Ankurbelung des Wachstums setzt Rewe aber auch auf Akquisitionen. So wird die kürzlich vereinbarte Übernahme der Extra-Märkte des Konkurrenten Metro einen Umsatzschub von 1,6 Milliarden Euro bringen. Nach wie vor signalisiert der Kölner Handelsriese auch Interesse an einigen noch zum Verkauf stehenden Plus-Auslandstöchtern.

Für Rewe war 2007 Caparros zufolge ein gutes Jahr. Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg um rund 5 Prozent auf über 45 Milliarden Euro. Auf dem wichtigen deutschen Markt lag das Plus bei 4 Prozent. Damit gelang es Rewe, sich vom negativen Branchentrend abzukoppeln.

Im Ausland wuchs Rewe sogar um 9 Prozent. Der Konzern erwirtschaftet inzwischen über 30 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Das Betriebsergebnis sei trotz Rekordinvestitionen von 1,2 Milliarden Euro auf dem hohen Vorjahresniveaus geblieben, sagte der Manager. Auch der Start ins neue Jahr sei mit einem Plus von 4 Prozent gut verlaufen.

Auch das zweite Standbein des Konzerns, die Touristik, entwickelte sich zufriedenstellend und steigerte den Gewinn, wie das zuständige Vorstandsmitglied Norbert Fiebig betonte. Rewe Touristik ist die Nummer 1 im stationären Reisebürovertrieb in der Bundesrepublik und der drittgrößte deutsche Reiseveranstalter. Zwar habe die Pauschaltouristik leichte Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dennoch seien Unkenrufen über einen „Tod der Pauschalreise“ verfrüht, sagte Fiebig. Nach wie vor würden über 90 Prozent aller Reisen im Reisebüro gebucht. Positiv entwickelte sich die Vermittlung von Geschäftsreisen und die sogenannte Baustein-Touristik, bei der sich der Reisende selbst seine Reisepakete zusammenstellt.

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