Neue Gespräche erwartet
Transnet fordert GDL zum Einlenken auf

Angesichts der wachsenden Streikgefahr im Tarifstreit bei der Bahn hat die größere Gewerkschaft Transnet die Lokführergewerkschaft GDL zum Einlenken aufgefordert.

dpa-afx BERLIN/HAMBURG. Transnet-Chef Norbert Hansen appellierte an die GDL-Führung, "auf sinnlose Streiks und Streikdrohungen" zu verzichten. Sie solle "den Weg der Vernunft" einschlagen und gemeinsam für alle Bahn-Beschäftigten verhandeln, schrieb Hansen in einem Gastbeitrag in der Zeitung "Bild am Sonntag". GDL-Chef Manfred Schell bekräftigte dagegen die Drohung mit erneuten Arbeitskampfmaßnahmen im Oktober. "Wenn die Bahn nicht schnell zu Verhandlungen bereit ist, sind Streiks unvermeidlich", sagte er der "Berliner Zeitung" (Samstag).

Gesprächstermine zwischen Bahn und GDL in der neuen Woche standen zunächst nicht fest, wie Sprecher beider Seiten am Wochenende sagten.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sieht sich nur noch bis zum 30. September an die Friedenspflicht gebunden, die mit den Vermittlern Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf vereinbart wurde. Sie fordert einen eigenständigen Tarifvertrag und will eine Erhöhung des Anfangsentgelts für Lokführer von derzeit knapp 2000 auf 2 500 Euro durchsetzen. Die Bahn dringt auf ein einheitliches Tarifwerk im Konzern und will nur Regeln akzeptieren, die sich "konflikt- und widerspruchsfrei" in die Abmachungen mit den anderen Gewerkschaften Transnet und Gdba einfügen. Die Bemühungen für eine Abstimmung aller drei Gewerkschaften untereinander waren aber am Donnerstag geplatzt.

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