Neue Karibik-Flüge
Wettbewerber stoßen in Air-Berlin-Lücke

Im Zuge der Pleite musste Air Berlin das eigene Karibik-Programm einstellen. Das eröffnet Möglichkeiten für andere Fluglinien. Gleich zwei Konkurrenten fliegen von Düsseldorf künftig nach Jamaika und Co.
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Oberursel/BerlinKonkurrenten von Air Berlin wollen mit neuen Angeboten von der Pleite der Fluggesellschaft profitieren. So kündigte der Ferienflieger Condor am Dienstag zusätzliche Verbindungen in die Karibik vom Air-Berlin-Kreuz Düsseldorf an. Zugleich will die Lufthansa-Billigtochter Eurowings erstmals von der nordrhein-westfälischen Hauptstadt aus in diese Region fliegen, wie ein Firmensprecher sagte. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor darüber berichtet.

Condor bietet ab dem 1. November für den Winterflugplan zusätzliche Flüge in die Karibik von Düsseldorf aus an. Darunter sind Ziele in der Dominikanischen Republik, Mexiko, Jamaika und auf Barbados. Damit wolle Condor auch Pauschalreisen für Passagiere sichern, die von der Air-Berlin-Pleite betroffen seien. Die verlustreiche Fluggesellschaft hatte ihr Karibik-Programm ab Düsseldorf zuletzt eingestellt.

Auch die Lufthansa will in diese Lücke stoßen. Die Konzerntochter Eurowings fliege ab Düsseldorf bald insgesamt vier Ziele in der Karibik an – zunächst in der Dominikanischen Republik ab November, ab Dezember dann auch Kuba und Mexiko. Bisher flog Eurowings ab Köln in die Karibik. Düsseldorf werde so zum dritten Standort für Billig-Langstreckenflüge von Eurowings in Deutschland, erklärte der Sprecher. Daneben sind auch von München Verbindungen ab 2018 geplant.

Mit den Plänen nimmt die Neuordnung der Branche nach der Pleite von Air Berlin Gestalt an. Um die Übernahme der Fluggesellschaft ringen derzeit mehrere Interessenten: Neben dem Marktführer Lufthansa, einzelnen Unternehmern und dem Billigflieger Easyjet ist auch Condor im Spiel. Laut Medienberichten gehört die British-Airways-Mutter IAG ebenfalls zum Kreis der Bieter. IAG wollte sich dazu nicht äußern.

Condor hatte zusammen mit Ex-Rennfahrer Niki Lauda ein Angebot für Air Berlin eingereicht. Die Frist für alle Offerten lief am vergangenen Freitag ab. Eine Entscheidung soll am 25. September kurz nach der Bundestagswahl fallen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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