Neue Kataloge wurde vorgestellt
Neckermann erhöht Preise für Sommerurlaub

dpa-afx FRANKFURT/SCHARM EL SCHEICH. Reisen mit Neckermann werden wegen der hohen Flugbenzinpreise erstmals seit Jahren wieder teurer. Für den nächsten Sommerurlaub müssten die Kunden durchschnittlich ein bis zwei Prozent mehr ausgeben, sagte der im Thomas-Cook-Konzern zuständige Vorstand Peter Fankhauser am Sonntag bei der Vorstellung der Sommerkataloge. Mit Frühbuchervorteilen und Sparangeboten könnten sie die höheren Kosten aber wettmachen. "Schnellentschlossene machen mit uns auch im Sommer 2006 extrem preisgünstig Urlaub", sagte Fankhauser. Vor allem während der Fußball-WM gebe es Schnäppchen.

In den vergangenen drei Jahren hatte Neckermann die Preise stetig gesenkt, um die Nachfrage anzukurbeln. Im Sommer 2005 stieg die Gästezahl um 1,5 Prozent. Der Umsatz legte um 1,8 Prozent zu. "Wir haben den Turnaround geschafft und sind profitabel", sagte Fankhauser, ohne nähere Angaben zum Ergebnis zu machen. Für die Wintersaison 2005/06 zeichne sich ein Buchungsplus von drei Prozent ab. Die Frühbuchervorteile würden sehr gut angenommen. Renner im Winter seien Mallorca, Brasilien und Kenia mit Gästezuwächsen um die 40 Prozent. Eine Prognose zur Sommersaison 2006 wollte er nicht abgeben.

Wie andere Touristikunternehmen befürchtet der Hauptveranstalter des Thomas-Cook-Konzerns, dass viele Bundesbürger während der Fußball-WM im Juni/Juli zuhause bleiben. Nach einer Umfrage planen nur acht Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise während dieser Zeit. Als Anreiz bietet Neckermann deshalb "Fußball-WM-Specials" wie zwei Wochen Urlaub für den Preis von einer. Zudem werden im Juni die Angebote für einen Erwachsenen mit Kind ausgeweitet. Wer in Urlaub fahren und die WM-Spiele trotzdem nicht verpassen will, kann in vielen Hotels die Übertragung auf Großbildleinwänden verfolgen.

Die Balearen bleiben im Sommer 2006 preisstabil. Reisen in die Türkei oder nach Griechenland werden um ein Prozent teurer, die Preise für die Kanaren steigen um zwei Prozent. Bei Fernreisen gibt es bis auf wenige Ausnahmen Preiserhöhungen zwischen 1 und drei Prozent. Billiger werden Brasilien (minus sieben Prozent), Bali (minus zwei Prozent) sowie Südafrika, Kapverden und Thailand (minus ein Prozent). Neu ist ein "Weihnachtsgeld" bei Buchungen bis zum 15. Dezember von 20 Euro pro Person auf Mittelstrecken und 40 Euro bei Fernreisen. Die All- Inklusive-Angebote werden stark ausgeweitet. Für Familien mit Kindern werden zusätzliche Sparmöglichkeiten wie Kinderfestpreise eingeführt.

Fankhauser forderte erneut die Möglichkeit einer flexibleren Preisgestaltung. Die Branche könne sich aber nur gemeinsam für eine gesetzliche Änderung einsetzen. "Wenn der Katalog auf dem Markt ist, ist an den Preisen nichts mehr veränderbar", sagte der Tourismus- Manager. Wenn die Preisgestaltung flexibler würde, könnten die Reiseveranstalter auch auf immer neue Rabatte verzichten.

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