Neue Kleinbahnen sollen entstehen
Bahn will weitere Nebenstrecken ausgliedern

Die Deutsche Bahn prüft derzeit, ob vier weitere Nebenstrecken aus dem Unternehmen ausgegliedert und in so genannte Regionetze umgewandelt werden, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn am Montag in Berlin. Die ersten Pilotprojekte der so genannten Mittelstandsoffensive sind dem Unternehmen zufolge erfolgreich verlaufen.

HB BERLIN. „Wir stehen dazu, dass wir uns aus der Fläche nicht zurückziehen“, betonte Vorstandschef Hartmut Mehdorn am Montag in Berlin. In Hessen, Thüringen, Sachsen und Bayern lässt der Konzern früher unrentable Nebenstrecken von Bahnbeschäftigten weitgehend in eigener Verantwortung betreiben. Rund zehn Mill. Zugkilometer leisten die vier Gesellschaften im Jahr auf dem 1000 Kilometer langen Streckennetz. Wo die neuen Kleinbahnen entstehen sollen, sei noch nicht endgültig entschieden, sagte Mehdorn.

Die Verkehrsgesellschaften gehören zwar weiterhin zum Konzern, werden jedoch wie mittelständische Unternehmen geführt und können rasch auf regionale Bedürfnisse reagieren. „Wir haben nach drei Jahren bei den Kleinbahnen schwarze Zahlen geschrieben“, erläuterte Mehdorn. Verglichen mit dem gesamten Geschäft des Konzerns haben die regionalen Bahnen nur geringe Bedeutung: Mit 110 Mill. € Umsatz tragen die Kleinbahnen nur ein Prozent der Erlöse bei. Die Ausgliederung hat nach Angaben der Bahn aber eine Reihe positiver Effekte ausgelöst: Die Kunden seien zufriedener, der Krankenstand niedriger und die Züge pünktlicher als im Personenverkehr des Gesamtkonzerns. Insgesamt habe die Bahn durch die Ausgründungen vor drei Jahren 50 Mill. € gespart.

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